Abschied: Zwei im großen Wald

Eine Geschichte um ein Geschwisterpaar

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Zwei im großen Wald

Es hatte in letzter Zeit immer weniger zu essen gegeben, und die Geschwister mussten immer öfter hungrig einschlafen. Sie drängten sich dann dicht aneinander und wärmten einander, und wenn es schon spät war und die Eltern es nicht bemerkten, holte sie das Mädchen zu sich ins Bett. Da waren die beiden glücklich, denn dort war es herrlich warm und sie legten die Nasen auf die Haut ihrer kleinen Freundin und seufzten wohlig im Schlaf.

Wenn das kleine Mädchen morgens in die Schule ging, verabschiedete sie sich immer ganz lieb von den Kleinen und sprach leise mit ihnen, bis die Mutter sie endlich aus dem Haus schickte. Aber es kamen immer schlimmere Tage, das Essen wurde immer weniger und auch die Menschen hatten nicht mehr genug. Und dann kam der Morgen, an dem alles sich veränderte, kurz nachdem das Mädchen fortgegangen war.

Mit traurigen Gesichtern nahm der Mann die beiden hoch und steckte sie in eine große Kiste. Das war etwas ganz Neues und es gefiel ihnen gar nicht, denn es war dunkel und sie wussten nicht, was vor sich ging. Die Kiste wurde getragen und dann aufgestellt und festgemacht, dann ging es schwankend weiter. Es roch nach dem Ding, das die Menschen "Fahrrad" nannten und neben dem die Kleinen gern ein Stück hergelaufen waren, wenn die Menschen damit fuhren. Das war etwas Bekanntes, und so schliefen die Geschwister bald ein bei dem gleichförmigen Geschaukel.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zu "Zwei im großen Wald": , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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