Die Geschichte vom goldenen Reiter

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Geschichte vom goldenen Reiter

August der Starke, der große Kurfürst von Sachsen, und auch eine Zeit König von Polen, ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Geschichte. Man nennt den Fürsten nicht ohne Grund in einem Atemzug mit Ludwig XIV., dem Sonnenkönig. Wie dieser war August dem guten Leben mehr als zugetan, obwohl er Fleiß und Methode besaß, was die Staatsgeschäfte betraf.

Was die Konstitution angeht, wird er den französischen König wohl übertroffen haben, denn mit seiner eindrucksvollen Größe von 1,76 Metern besaß August für die damalige Zeit ein wahres Gardemaß. Da man zu der Zeit hohe Allongeperücken trug, die die Erscheinung eines Mannes vergrößerten, muss er eine außergewöhnliche Erscheinung gewesen sein.

Sein Beiname "der Starke" bezog sich vor allem auf seine Körperkräfte, die überdurchschnittlich gewesen sein müssen und die er gerne zur Schau stellte. Kleine Einlagen bei Festlichkeiten, bei denen er wohl Hufeisen geradebog, sind tausendfach beschrieben worden. Diese Kraftdemonstrationen im höfischen Ambiente, inmitten von erlesen gekleideten Adeligen, waren damals mehr als heute ein faszinierender Kontrapunkt.

Wenn seine Hoheit die Spitzenmanschetten zurückwarf, und ohne ein Zeichen von Anstrengung Eisen bog, wird das seine Wirkung, besonders auf die Damen, wohl nicht verfehlt haben. Und diese wusste er wohl zu schätzen, denn das höfische System der Mätressenwirtschaft war ihm zeitlebens der natürliche Lauf der Dinge.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zur Sage "Die Geschichte vom goldenen Reiter": , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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