Die Legende von der Kinderlore

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Legende von der Kinderlore

Das Volksfest "Kinderzeche" im fränkischen Dinkelsbühl ist neben dem tatsächlichen historischen Hintergrund auch mit einer Sage eng verknüpft.

"Wie könnt Ihr das verlangen, Bürgermeister, wisst Ihr denn nicht, wie die Schweden mit eingenommenen Städten verfahren?" "Ihr kennt Eure Glaubensgenossen ja recht gut, Braumeister." Diese sehr laut gegebene Antwort ging in wütendem Geschrei unter, und man konnte in dem darauf folgenden Getöse nichts mehr verstehen.

Lore zog die Schultern hoch und verzog das Gesicht. Das Mädchen kauerte in einer Fensternische vor der schweren Eichentür des Turmsaales. Hier kamen fast jeden Tag die angesehenen Bürger der Stadt zusammen, um zu beraten. Oder besser gesagt: um zu streiten. Ihr Vater, der Turmwächter, hatte ihr nicht sagen wollen, worum es da ging. Eine Backpfeife hatte es gegeben und die barsche Aufforderung, der Mutter zu helfen.

Aber in der Küche waren alle nur am Weinen und Händeringen, jeder hatte nur Angst vor den Schweden, die jetzt im Jahre 1632 die Stadt belagerten. "Sie werfen die Kinder die Stadtmauer hinab, Gott helf uns", wimmerte die Mutter. Die alte Line, die beim Waschen half, steuerte noch schrecklichere Einzelheiten bei - die Männer würden zusammengetrieben und geköpft. Und die Frauen ... an dieser Stelle bekreuzigten sich alle und heulten erst recht.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zu "Die Legende von der Kinderlore": , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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