Der Mäuseturm zu Bingen

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Mäuseturm zu Bingen

Bei der Stadt Bingen, unweit der alten Feste Ehrenfels, befindet sich auf einem Felsen inmitten des Rheines eine Turmruine, die man den Mäuseturm nennt. Wie das Bauwerk zu diesem Namen kam, wird folgendermaßen überliefert.

Vor langer Zeit, etwa um das Jahr Tausend herum, lebte ein sehr ehrgeiziger Mann von nicht eben angenehmen Wesen in dieser Gegend. Sein Name war Hatto, und er war dem Wohlleben sehr zugetan und schielte auch begehrlich auf hohe Stellungen und Macht.

Dabei hielt er es nicht unbedingt mit christlichen Tugenden wie Demut oder Mitleid, was ihm beim Volke nicht gerade beliebt machte. Die Bettler spuckten und fluchten hinter seiner Sänfte her, denn niemand hatte von Hatto auch nur eine Kupfermünze gesehen.

Durch Beharrlichkeit, Schmeicheleien und manchem intriganten Schachzug war es dem Ehrgeizling schließlich gelungen, zum Erzbischof der Stadt Mainz berufen zu werden - eine Stellung, in der niemand als armer Mann starb. Die reichen Pfründe waren für eine geschickte Krämerseele wie Hatto ein schier unerschöpfliches Füllhorn, und wenn er schon vorher in Luxus und Überfluss schwelgte, so trieb er nun solchen Aufwand und Prunk, dass man glaubte, in den Gemächern des Heiligen Vaters zu Rom zu stehen.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zur Sage "Der Mäuseturm zu Bingen": , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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