Die Geschichte vom Harnisch und der Jungfer Agnes

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Harnisch

Die Burg Eltz liegt am gleichnamigen Fluss, kurz bevor dieser in die Mosel fließt. Viele Legenden ranken sich um die stolze und schöne Feste, und eine davon ist die vom durchschlagenen Harnisch und der Jungfer Agnes.

Vor langer Zeit hatte einer der Grafen von Eltz nebst einigen Söhnen eine Tochter mit Namen Agnes. Diese war ein hübsches und kluges Mädchen und der Stolz ihres Vaters, wenn er auch wünschte, dass sein Augapfel etwas mehr den Tugenden einer gottesfürchtigen Jungfrau zugeneigt wäre, und mehr Zeit in der Kemenate bei der Mutter und deren Damen verbringen möge, denn Agnes war ein Wildfang, der das Klettern und Raufen spannender fand als Stickrahmen und Docken.

Die Brüder liebten ihre Schwester und konnten ihr nichts abschlagen, wenn sie sich an ihre Fersen heftete - und so kam es, dass das Mädchen kaum schlechter reiten und raufen konnte als sie. Als sie zur Jungfrau heranwuchs, nahm man sie sehr in die Pflicht, so dass sie es den anderen Maiden auf der Burg im höfischen Aufwarten und feinem Gebaren wohl aufnehmen konnte und ihre temperamentvollen Ausbrüche wohl im Zaume hielt.

Nun war sie von ihrem Vater, dem Grafen, schon in der Wiege versprochen worden, wie es Brauch war zu jener Zeit. Solch Verlöbnis entstand meist aus politischen Interessen oder um den Reichtum zu mehren, vielleicht zuweilen auch aus alten Freundschaften und zusammen geleerten Bechern. Des Vaters Wahl war auf den um ein weniges älteren Junker von Braunsberg gefallen, welcher ihm in mancherlei Hinsicht eine gute Wahl dünkte.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zur Geschichte vom Harnisch und der Jungfer Agnes: , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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