Die Legende von der Zweibrücker Rosentreppe

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Rosentreppe

Wie fast jeden Tag huschte eine schmale Gestalt durch eine Nebenpforte des gräflichen Gartens, eingehüllt in einen weiten und dunklen Kapuzenumhang. Die Gräfin Emma verließ das Anwesen, das sie mit ihrem Gemahl, dem Grafen Ruppert bewohnte, in ziemlicher Hast.

Hinter ihr eilte eine vertrauenswürdige Zofe, die den gleichen großen Korb wie ihre Herrin trug. Darinnen befanden sich, wie immer, Speisen und Kräuterarzneien für die Bedürftigen, die in dem Städtchen wohnten und an die niemand einen Gedanken verschwendete. Schon gar nicht der Oberjagdmeister von herzoglichen Gnaden, Graf Ruppert. Ebenso wie sein hoher Herr war er den rauhen Dingen des Lebens sehr zugetan, der Jagd und auch den unfehlbar darauf folgenden Umtrunken unter den erfolgreichen Waidmännern. Ihm galt nichts anderes - außer seiner Passion, seinen Jagdhunden und der Treue zum Herzog. Seine Neigung zu seinem empfindsamen und christlich denkenden Weib war echt und tief, doch fehlte ihm jedes Verständnis für ihre Gesinnung und ihr mitfühlendes Herz.

Die Gräfin war während einer Ausfahrt auf die vielen Notleidenden aufmerksam geworden, die in dem Städtchen Zweibrücken die Gassen bevölkerten und um die sich niemand annahm. Nach einigem Suchen entdeckte sie die Elendsquartiere, in denen die darbenden und von Mangelkrankheiten gezeichneten Menschen hausen mussten. Fortan gab es keine Ruhe mehr für sie, und sie begann in Begleitung ihrer Vertrauten die dunklen Gassen aufzusuchen, um zu lindern, wo immer es ging.

* * * Ende der Leseprobe aus der "Legende von der Zweibrücker Rosentreppe" * * *

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© Text zur Legende von der Zweibrücker Rosentreppe: , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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