Die Sage vom Untergang Rungholts

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Sage vom Untergang Rungholts

Vor einigen hundert Jahren lag an der Nordsee die Stadt Rungholt, die für ihren Wohlstand berühmt war und wohl auch beneidet wurde. Den Bürgern der Stadt fehlte es an nichts - man ging gut gekleidet, hatte das Notwendige und mehr als genug darüber hinaus.

Die Wege waren gepflastert und die Wirtshäuser gut besucht, was man von der Kirche nicht behaupten konnte. Obwohl das Gotteshaus schmuck und gepflegt seinen Turm gegen den Himmel reckte, blieb es am heiligen Sonntag bis auf einige wenige Menschen leer.

Da es den Menschen in Rungholt an nichts mangelte, glaubten sie keine Veranlassung zum Gebet zu haben, sei es nun Bitte oder Dank. In ihrer Hoffart dachten die Einwohner, ohne die Gnade und Hilfe Gottes auskommen zu können, nicht einmal für rechte Deiche war gesorgt. Es war, als glaubten die Rungholter, dass selbst die Nordsee den Reichtum Rungholts zu respektieren habe, und der Sturm von der See her an der Stadtgrenze umkehren würde.

Just zu dieser Zeit wurde ein neuer Pfarrer in die Gemeinde geschickt, ein junger und schüchterner Mensch, der in Rungholt seine erste Stelle antreten sollte. Am Vormittag war er kurz vor dem Stadttor von dem Ochsenkarren gestiegen, mit dem er das letzte Stück Weg gefahren war, und frohen Mutes schritt er durch den Torweg. Sehr erstaunt war der junge Priester über den Anblick, der sich bot. Es war gerade Markttag, und eine solch erstaunliche Fülle von Waren hatte er noch nie gesehen. Auch nicht solch gut gewandetes Volk, das sich langsamen Schrittes zwischen den Marktständen erging.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zur Sage vom Untergang Rungholts: , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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