Die Schatzhüter vom Frauenstein

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Schatztruhe

Ein Käuzchen schrie, und der junge Mann zuckte zusammen. Es war etwa eine Stunde bis Mitternacht und der Ruf des Vogels klang unheimlich durch die Nacht. Als er aufgebrochen war, hatte sich eben der Abend gesenkt und er war fröhlich pfeifend seinen Weg gegangen.

Mittlerweile gefiel ihm sein Spaziergang kaum mehr, auch wenn er in der Vollmondnacht den Pfad gut erkennen konnte. Lieber wäre er jetzt daheim und säße am Ofen, denn für eine Frühjahrsnacht war es noch recht kalt. Aber jetzt konnte der junge Kerl nicht mehr zurück, ohne sich zum Gespött seiner Kumpane zu machen.

Im Wirtshaus hatte einer der Älteren vom Schatz auf der Burg Frauenstein erzählt, und dass man diesen nur in dieser einen Nacht des Jahres heben könne, nämlich in der Nacht auf den Karfreitag. Wenn man es wage, wohlgemerkt, denn bei der Ruine sei es nicht geheuer. Wie es zugegangen war, dass er damit prahlte, sich nicht zu fürchten und den Schatz allein heben zu wollen, wusste der Bursche nicht mehr. Man hatte ihn begeistert freigehalten und ihm auf die Schulter geklopft, so dass er sich so recht als Held fühlte und ihm die Brust schwellte.

Als er von Hochrufen begleitet das Wirtshaus verließ und sich in Begleitung seiner Freunde auf den Weg zur Burg machte, kam ihm das noch als vortrefflicher Spaß vor. Man sang und scherzte miteinander, aber immer mehr der anderen blieben zurück und kehrten um, bis er schließlich alleine durch die Nacht wanderte. Verdrießlich dachte er, dass er nun eben die Nacht bei der Ruine verbringen müsse, um sein Wort zu halten. Der Pfad stieg nun steiler an und ihm wurde wärmer. Nach einigen recht beschwerlichen Minuten erhob sich die Ruine im Mondlicht.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zu "Die Schatzhüter vom Frauenstein": , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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