Die Sage vom Hungerturm im Schliersee

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Burg im Mondlicht

Vor Zeiten, so wird erzählt, lebte am Schliersee ein Ritter. Dieser war ein tapferer und auch gläubiger Mann und seiner Gattin sehr zugetan. Man lebte in Frieden am See und liebte einander, und alles stand zum Rechten in der Burg und im Land.

Nun aber rief der Heilige Vater in Rom zum Kreuzzug auf, und die gottesfürchtigen Recken im Land konnten sich der Aufgabe, das Grab Christi zu befreien, nicht entziehen. So rüstete auch der Graf zur Reise über das Meer, um als Kreuzfahrer seinem Gott mit dem Schwert zu dienen.

Dem Burgherrn fiel trotz allen Heldenmutes der Abschied von seinem schönen Ehegespons nicht eben leicht, und er fürchtete um deren Wohlergehen in seiner Abwesenheit. Die Geschäfte waren in die Hand des Schlossvogtes gelegt, der das Vertrauen seines Herrn besaß in allen Dingen. Nun legte der Ritter auch das Wohlergehen seiner jungen Frau vertrauensvoll in die Hände des Vogtes. Unter Verbeugungen gab dieser sein Wort, die Frau wie sein eigenes Leben zu schützen.

Da nun alles auf das Beste bestellt war, konnte der Kreuzfahrer nun Abschied nehmen von Weib und Land und in die Fremde ziehen, zur höheren Ehre Gottes.

In Abwesenheit des Grafen ging nun das Leben auf der Burg recht und schlecht seinen gewohnten Gang. Die Gräfin verließ sich in allen Dingen der Wirtschaft auf den Vogt, der seine Aufgaben ernst nahm, insbesondere das Versprechen, der jungen Frau zur Seite zu stehen.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zur Sage vom Hungerturm im Schliersee: , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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