Urlaub im Erzgebirge

Tipps und Infos zur Region

Schwarzenberg Schloss Erzgebirge

Gutes liegt meist gar nicht so weit weg - und um einen schönen Urlaub zu erleben, muss man nicht das Land verlassen. Wer idyllische und romantische Landschaften und Ortschaften mag, wer gerne wandert und Outdoor-Sportarten betreibt, ist im Erzgebirge richtig.

Die Region ist zudem sehr traditionsreich und durch Jahrhunderte vom Bergbau geprägt. Dadurch entstanden Bräuche und Traditionen, die oft im Mittelalter oder früher gründen. Da vor allem der Silberbergbau betrieben wurde, entstand mit der "Silberstraße" eine Ferienstraße, die den alten Erztransportwegen folgt und auf vielen Stationen Interessantes über den Bergbau und einen bleibenden Eindruck von den historischen Orten und Kulturdenkmälern des Erzgebirges vermittelt.

Stationen der Silberstraße sind technische Denkmäler und Schau-Bergwerke, die die Blütezeit des Erzgebirge-Bergbaus veranschaulichen. Zum Teil folgt die Ferienstraße dem alten "Silberwagenweg", der die Wege des Erzes zu den Aufbereitungsstätten nachvollzieht.

Eine Etappenstadt ist die alte Bergbaustadt Schneeberg im oberen Westerzgebirge. Gegründet im Zuge des Silberbergbaus kann die Stadt auf eine 500-jährige Tradition zurückblicken. Der Silberabbau wurde im 16. Jahrhundert eingestellt und seit der Zeit Kobalt und Bismut gefördert. Schneeberg hat einen historischen Stadtkern mit barocken Bauten und einem neogotischen Rathaus. Als Wahrzeichen kann die Kirche St. Wolfgang gelten, eine der größten spätgotischen Kirchen.

St. Wolfgang wurde 1945 zerstört, befindet sich heute aber in vollrestauriertem Zustand. Im Innern sind gerettete Kunstwerke von Lucas Cranach d. Ä. und der berühmten Malerfamilie Crodel ausgestellt. Eines der Barockbauten beherbergt das "Museum für bergmännische Volkskunst", das sich vor allem mit der vielgeübten und berühmten Schnitzkunst des Erzgebirges befasst. Auf einer Fläche von 700 qm eröffnet sich die ganze Glaubenswelt der Bergleute und die damit verbundenen Werke wie Weihnachtspyramiden und Krippen, Miniaturen und mechanischen Schachtmodellen.

On the road

Auf ein stolzes Alter kommt auch der "Filzteich" bei Schneeberg, die älteste Talsperre Sachsens. Schon in den Jahren 1483-1485 als Wasserreservoir angelegt und später vergrößert, versorgte er die umliegenden Gruben mit dem feuchten Element. Seit 1933 ist der Filzteich ein Strandbad und bietet jede Menge Wasserspaß mit Rutschen und Wippen, sowie zum Entspannen große Liegewiesen.

Wanderer finden um den Ort attraktive Routen in verschiedenen Längen und Graden. Übrigens führt der Internationale Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach-Budapest durch Schneeberg.

Aber außer für Räuchermännchen und andere Schnitzereien, die in den Bergmannswintern gefertigt wurden, ist das Erzgebirge auch für etwas anderes berühmt, nämlich für schöne Stickereien - der Weg führt nun zum Städtchen Eibenstock im Auersberggebiet. Zwar wurde auch hier Bergbau betrieben, doch kam dieser gegen Ende des 18. Jahrhunderts zum Erliegen. Seitdem wird hier die hohe Kunst des Stickens gepflegt und bescherte der Stadt ein gutes Einkommen ebenso wie Ruhm.

Die Entwicklung dieses Handwerks im Ort kann im Stickereimuseum an noch funktionierenden Maschinen nachvollzogen werden. Aber Eibenstock bietet Urlaubern noch einiges mehr. Als Bergstadt liegt der Ort in schönromantischer Landschaft, die geradezu ideal zum Wandern und Radeln ist. Schließlich liegt Eibenstock inmitten des Naturparks Erzgebirge/Vogtland.

Besonders interessant sind die Wintersportangebote, die von zünftigen Rodelhängen bis zu gepflegten Loipen reichen. Beleuchtete Skihänge mit Liftanlagen lassen keinen Schneespaß vermissen, und romantische Pferdeschlittenfahrten lassen die winterliche Landschaft genießen.

Natürlich kommt auch die Gesundheit nicht zu kurz, denn im Erzgebirge finden sich Kurorte und Heilbäder von hohem Standard. Das Thermalbad Wiesenbad an der Zschopau im Erzgebirgskreis Sachsen ist für sein wohltuendes und entzündungshemmendes Thermalwasser bekannt. Vordem wurde hier Bergbau betrieben, bis der Überlieferung nach ein Wanderer die Thermalquelle entdeckte. Ein Rittergutsbesitzer ließ die Quelle im Jahre 1501 fassen, was den Bau eines Badehauses und einer Wallfahrtskapelle nach sich zog und seitdem Erholungs- und Heilungssuchende aus allen Teilen Deutschlands und auch aus dem Ausland anlockt.

Ein anerkannter Erholungsort ist auch der Kurort Oberwiesenthal, der auch als die höchstgelegenste Stadt Deutschlands bekannt ist. Auch hier wurde in der Vergangenheit Silber gefördert, bis der Bergbau nach und nach dem Tourismus wich. Hier verkehrt die älteste Luftseilbahn Deutschlands. Sie verbindet den Ort mit dem Fichtelberg - bei einer Länge von 1175 Meter wird eine Höhe von 302,9 Meter überwunden. Eine andere Besonderheit ist die Schmalspurbahn "Cranzahl-Oberwiesenthal", die seit 1924 die Orte verbindet und heute noch verkehrt.

Um den schönen Ort sind Wandern, Walken und Mountainbiken geradezu Programm, denn die Möglichkeiten und Angebote sind hervorragend. Im Winter werden viele Wanderwege geräumt, so dass sie begehbar sind. Für Brettlfans gibt es ca. 75 km gespurte Loipen und Skiwanderwege. Schließlich befindet man sich im größten alpinen Skigebiet Sachsens, und so sind zehn klassifizierte Pisten verschiedener Grade bereit und bieten insgesamt etwa 15 km Abfahrtsgaudi. Sessel- und Schlepplift sowie die Schwebebahn machen alle Pisten bequem erreichbar.

Wer an Räucherfiguren, Nussknacker und Spieldosen aus Holz denkt, wenn er "Erzgebirge" hört, liegt hier auf dem richtigen Weg - und die Heimat dieser Erzeugnisse ist ganz sicher einen Urlaub wert. Erzgebirge

© "Urlaub im Erzgebirge: Tipps und Infos zur Region" - ein Beitrag von Pressenet und Mobihexer, 2010. Bildnachweis (oben): pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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