Freiburger Villen und Landhäuser

Buch von Sebastian Kurtenacker

Stadt Freiburg

Wieder einmal ist ein Band über Freiburg erschienen. Zu den Stadtführern, die bereits von bekannten Freiburger Stadthistorikern und weiteren Freiburgkennern herausgegeben wurden, hat sich im Juni 2009, erschienen im Bremer Aschenbeck Verlag, das Erstlingswerk eines jungen Freiburger Historikers dazugesellt.

Das Buch - 64seitig und reich mit Farbfotos und historischen Karten bebildert - ist in hochformatiger Pocketgröße erschienen, so dass es beim vorgesehenen Spaziergang durch die Stadt bequem in jede Tasche passt. Im Herbst 2009 erschien die zweite Auflage dieses interessanten Werkes.

Die Aufgabe, die sich der Autor gestellt hat, ist die, bereits bekannte Wege der gängigen Stadtführer durch die Altstadt, vorbei an weltbekannten Sehenswürdigkeiten, die im Baedeker nicht fehlen dürfen, lediglich zu streifen. Hier werden die noch nicht so ausgetretenen Pfade beschritten.

Es werden zum Großteil Gebäude wie das "Hexenhäuschen" - Chalet Wittmer, das Freiburger Forsthaus oder das "Schweizer Palais" vorgestellt. Sie sind nicht minder schön, werden aber meist unbeachtet links liegen gelassen. Dennoch haben sie eine bemerkenswerte Geschichte, Architektur oder interessante Bewohner aufzuweisen. Gebäude wie das Colombischlössle, die Universität, das Martinstor, das Opelhaus und das bis zum August 2009 renovierte, sanierte und umgebaute Breisacher Tor fehlen ebenfalls nicht.

Der vorliegende Freiburgführer des Aschenbeck Verlages, der seine "Villen und Landhäuser"-Reihe bereits für viele deutsche Städte verlegt hat, ist als historischer Stadtspaziergang gestaltet. Die vorgestellten Objekte werden zeitlich eingeordnet, es werden die architektonischen Besonderheiten beschrieben und, so denn von historischem Interesse und in der Literatur zu finden, wird über das Schicksal und die Geschichte der Mieter bzw. Besitzer erzählt.

Warum heißt das Opelhaus Opelhaus? Was verbirgt sich hinter der oft übersehenen und nach dem Privatgelehrten Prof. Dr. Alexander Mitscherlich benannten mondänen Landhausvilla heute? Oder warum stehen in der Goethestraße so viele Häuser, die eher in die Hansestadt Hamburg passten?

Diesen und weiteren Fragen geht der erste vorliegende Band im Sedanviertel, dem Altstadt-Ring und der Wiehre anhand von 44 Gebäuden auf den Grund.

Dem ersten Band soll ein zweiter folgen, der die Stadtteile Neuburg, Herdern und Zähringen behandeln wird, in denen ebenfalls wunderschöne Objekte vorzufinden sind.

Das Buch richtet sich sowohl an interessierte Erstsemesterinnen und Erstsemester, als auch an bereits eingelebte Freiburger Studentinnen und Studenten, die neben ihrer Hochschule und vertrauten Umgebung noch nicht die Gelegenheit oder Muße hatten, ihre Stadt näher kennenzulernen. Es ist aber auch Freiburger Bürgerinnen und Bürgern zu empfehlen, die ihre schöne Stadt neben dem Alltag auch einmal mit anderen Augen sehen möchten.

Je nach Schrittempo flaniert man in drei bis fünf Stunden. Am Scheitelpunkt des Spaziergangs lädt das Schloss-Cafe auf dem Lorettoberg zum leiblichen Wohl ein. Von dort aus bietet sich dem geneigten Leser, der geneigten Leserin gleichzeitig ein wunderschöner Blick auf die Stadt, bevor der Rückweg angetreten wird.

Neben dem Wegweiser und den Fotografien, die zum überwiegenden Teil vom Freien Freiburger Fotografen Martin Schittny gefertigt wurden, ist der rückwärtige Einband mit einer Stadtkarte versehen, auf der die genaue Wegbeschreibung zu den 44 Stationen eingezeichnet ist.

Der erste Band, dessen erste Auflage vergriffen ist, kann hier in seiner zweiten Auflage bezogen werden.

Der Autor Sebastian S. Kurtenacker hat in Freiburg Klassische Philologie und die Fächer Neuere und Neueste Geschichte sowie Wissenschaftliche Politik studiert und letztere beiden mit dem Magisterexamen abgeschlossen.

© "Freiburger Villen und Landhäuser" - Text mit freundlicher Genehmigung von Sebastian Kurtenacker; Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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