Tarot - Die Karte Dreizehn: Der Tod

Tarotkarten und deren Bedeutung

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Der Tod Tarot

Jeder erschrickt, wenn der Tod erscheint - der Gevatter in der schwarzen Rüstung, der ohne Ansehen der Person zu jedem kommt, ist nicht gerade ein Sympathieträger.

Beim Rider-Waite-Tarot reitet er auf einem schönen weißen Pferd und trägt als Banner die mystische fünfblättrige Rose. Diese Urform der Blume ist ein Symbol für vieles, vor allem aber der Mutter der alten Wege heilig. Im Hintergrund sieht man durch zwei Türme hindurch die Sonne ... unter- oder aufgehen? Es bleibt sich gleich, denn dies wiederholt sich immerwährend.

Vor dem Schritt des Rosses mit seinem Reiter, der das Visier offen trägt und völlig unbewaffnet ist, sinken alle dahin: Würdenträger und Könige, Mütter und Kinder - niemand kann entfliehen. Aber keine Person auf dem Bild scheint verzweifelt - es ist, als wird er ruhig erwartet und empfangen.

Es ist ein ruhiges und durchaus kein schauerliches Bild, das die Karte zeigt. Und sie zeigt auch in den seltensten Fällen einen tatsächlichen Todesfall an. Vielmehr geht es um das Ende. Man könnte auch sagen: um ein Ende, denn die XIII bezieht sich immer auf die Beendigung eines Zustandes oder einer Situation. Immer ist es unausweichlich - ein natürliches Ende, wenn die Zeit dazu gekommen ist. Das könnte sich auf eine Beziehung beziehen oder auf einen Arbeitsplatz, eine Wohnung oder eine geistige Haltung.

Die Zeit für den Abschied ist gekommen, es ist der natürliche Lauf der Dinge, der nicht aufzuhalten ist. Sich dagegen zu wehren, wäre von Übel und würde nicht wirklich etwas bringen. So kann die Realität des "Todes" aus Gewohnheit verdrängt werden, aber welchen Gehalt hat eine längst in der Substanz tote Beziehung für die Beteiligten?

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Wäre es nicht besser, die Dinge zu nehmen, wie sie sind und etwas Neues zuzulassen? Vielleicht wäre es auch an der Zeit, den Beruf zu wechseln oder den Arbeitsplatz.

Die Betonung liegt hier immer auf "Es ist an der Zeit" - also zeigt das Arkanum immer ein natürliches Ende von etwas an. Und das ist nicht negativ zu werten, denn im Fluss und Kreislauf des Lebens folgt der Tag auf die Nacht und umgekehrt. Sieht man von der materiellen, stofflichen Ebene ab, weist der Tod auf eine tiefgreifende Veränderung im spirituellen oder seelischen Sinne hin. Nichts bleibt wie es war, und Erfahrungen oder Lernprozesse, denen wir eigentlich ständig ausgesetzt sind, verändern kontinuierlich etwas.

Eine Transformation findet statt, oder eine Loslösung von etwas - es mag vielleicht den Glauben, die Sicht der Dinge oder alte Abhängigkeiten betreffen. Das geht oft nicht ohne Schmerzen und Ängste ab ... aber es muss so sein, und dafür steht der Tod. Der natürliche Lauf der Dinge macht nicht halt vor Angst oder Schmerz, aber im Loslösen von altem liegt die Chance für Neubeginn.

Viele kennen das: Als Kind war man vielleicht völlig verrückt nach Süßigkeiten, die den Erwachsenen schaudern lassen. Die Zeit dafür ist vorüber, der Geschmack hat sich verändert. Wer wollte wohl in einem Zimmer schlafen, dessen Wände mit Bärchen- und Häschentapete in rosa und hellblau tapeziert ist? Aber auch als Erwachsener stellt man plötzlich eine Kiste mit CDs zum Sperrmüll, einfach weil man diese Musik nicht mehr hören mag - etwas hat sich verändert und man lässt los von etwas, das man lange hoch geschätzt hat.

Aber solche Veränderung kündigt das Arkanum nicht an, es geht immer um tiefgreifendes und wichtiges. Es ist auch eine Mahnung, sich nicht an Materielles oder längst Unwichtiges zu klammern aus Furcht vor dem Neuen. Menschen, die zu sehr in der Vergangenheit leben, können die Chancen, die die Veränderung bringt, nicht erkennen.

Sie entwickeln sich nicht, sie wollen dem Kreislauf entfliehen, indem sie an Vergangenem festhalten - an vergangenen Gefühlen, vergangenem Glück, oder was sie dafür hielten - oder an längst verschwundenen Reichtümern. Sie fürchten den Verlust, dabei haben sie eigentlich alles verloren.

Der große Transformator, der Wandler, ist nichts, das man fürchten müsste. Wer loslässt, hat die Hände frei, um nach Neuem zu greifen. Die Karte kündigt also nichts Negatives an, sondern einen völlig natürlichen Wandlungsprozess, oder weist darauf hin, dass es dafür hoch an der Zeit wäre. Nichts stirbt wirklich - was unserer Seele zuträglich ist, bleibt. Tarot

* * * Tarot-Karte XIII: Ende der Leseprobe aus "Tarot - Die Karte Dreizehn: Der Tod" (Tarot-Serie zu unserem Buch) * * *

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© "Tarot - Die Karte Dreizehn: Der Tod" - ein Textbeitrag von , 2010.

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