Tarot - Die vier Asse: Kelche und Münzen

Tarotkarten und deren Bedeutung

Tarotkarten

Sie sind jeweils der "Punkt" oder auch die Essenz der betreffenden Farbe. Das As ist das reine Element - hier zeigt sich worum es geht, und alle weiteren Karten sind in diesem Sinne zu verstehen.

As der Kelche

Nach Verstand und Kraft zeigt sich das Kelch-As als überfließendes Gefäß der Emotionen. Ein goldener Kelch steht auf der Fläche einer geöffneten Hand und verströmt Wasser im Überfluss in einen blauen See.

Über dem Gefäß schwebt eine Taube, das Symbol des Friedens - sie hält eine Scheibe im Schnabel, die ein gleichschenkliges Kreuz trägt. Die Rune "Giba" sieht so aus - diejenige, die den Austausch oder die Harmonie von Geben und Nehmen zeigt. Wer gibt, empfängt - wer empfangen hat, kann geben ... das uralte Gesetz der Anziehung und des Ausgleiches ist hier das Bild im Rider-Waite-Tarot.

Der Überfluss der Gefühle, die weibliche Kraft des Überflusses, sowie die Fähigkeit zur Liebe und Freundschaft - alles das gehört zu den Kelchen. Das As zeigt tatsächlich den "Überfluss" der Ströme aus der geöffneten Hand und ist somit genau das Bild, das nötig ist, um Gefühle zu symbolisieren. Geben ohne zu fragen - das Bewusstsein, dass es Liebe im Überfluss gibt, wenn es zugelassen wird.

Ein afrikanischer Spruch sagt: "Wenn du deine Hand zur Faust geballt hältst, kann dir niemand etwas herausnehmen. Aber es kann dir auch niemand etwas hineinlegen." Damit ist alles ausgesprochen, was zum Thema Geben und Nehmen gesagt werden kann. Wer den Fluss unterbrochen hat, weil er enttäuscht oder verbittert ist, weil er sich im Grunde seines Herzens vor Liebe fürchtet oder nicht glauben kann, dass ihm selbstlose Freundschaft angeboten wird, verdurstet tatsächlich am Ufer eines Sees.

Die Stäbe gehören zur männlichen Kraft - hier haben wir es mit der Macht des Weiblichen zu tun. Natürlich muss auch diese bei Männern wie bei Frauen wirksam sein, denn wer sie in sich nicht zulässt, schneidet sich von der Liebe und somit von einem erfüllten Leben ab. Bei dem Bild auf der Karte drängt sich der Vergleich zum Heiligen Gral geradezu auf - zu etwas also, das leidenschaftlich gesucht wird, aber selten gefunden.

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Ewiges Leben soll der Gral spenden, und das tut er auch - denn jeder sollte mit der Suche in sich selbst beginnen. Wer das spirituelle Prinzip des Lebens verstanden hat, weiß, dass er ein Teil des Universums und der Ewigkeit ist. Für jeden bedeutet "Glück" etwas anderes - wer erkennt, was für sich selber das Richtige ist, hat es gefunden.

Das As zeigt immer eine Gabe, ein Geschenk an - materieller oder spiritueller Natur. Möglicherweise ist es schon angekommen und wurde noch nicht als solches erkannt - nicht ausgepackt sozusagen.

As der Münzen

Die Münzen gehören zum Erdelement und haben mit dem Materiellen zu tun - mit Reichtum, Gütern, Ernte, Schätzen und Geld und gewissermaßen auch mit Arbeit. Sorgsam und behütend hält eine Hand die große Münze mit dem eingravierten Pentagramm über einen wundervoll angelegten Garten.

Das Pentagramm ist ein Symbol für die große Göttin, die Erdmutter und Ernährerin, die in ihrer Fruchtbarkeit ihre Gaben reichlich spendet - jedenfalls dem, der ihr Ehrerbietung erweist. Wer immer die Arbeit auf sich genommen hat, den Garten zu kultivieren ... seine Arbeit wird überreichlich belohnt, wie das Bild im Rider-Waite-Tarot zeigt.

Auch hier geht es um Geben und Nehmen sowie Vertrauen, aber in etwas anderer Weise als bei den Kelchen. Wer nach Reichtum sucht, wird ihn finden, auch wenn dieser sich als anders erweist als erwartet. Ernten setzt Säen und Behüten voraus, die Kenntnis der Elemente. Kaum ein guter Landwirt, der nicht Erde durch die Finger rieseln lässt und deren Fruchtbarkeit erkennt, und die Möglichkeiten, die in ihr liegen.

Wer weiß, was wo und wann gepflanzt werden kann und die Elemente kennt, wird seine Ernte einfahren. Dieses Bild ist auf das tägliche Leben in vielfältiger Weise anwendbar, denn Möglichkeiten sollten ihrer Eigenschaft entsprechend genutzt werden. Das setzt ein gewisses Einlassen voraus, ein gewisses Geben.

Die Münzen haben auch mit Notwendigkeiten zu tun. Das Bild der Natur zeigt, dass die Erde alles gibt, was benötigt wird. Das setzt allerdings das Erkennen ihrer Gaben voraus. Um zu wirklichem Wohlstand zu kommen, muss gelernt werden loszulassen. Das bedeutet vor allem, dass immer wieder gegeben wird - und um ein neues Geschenk zu empfangen, muss man das Alte loslassen können. Die Angst davor hat mehr Menschen in Armut gehalten als alle Inflationen der Welt.

Da wir alle auf - und hoffentlich auch mit der Erde leben, sind wir ihren Gesetzen unterworfen. Jeder Sammler kennt das Gesetz der Anziehung, das ganz einfach besagt, dass mehr zukommt, wo schon etwas ist. Bücherfreunde verzweifeln deshalb trotz aller Freude über ihre Schätze zuweilen am Platzmangel, der eine logische Folge davon ist.

Gehortete Münzen ziehen weitere an und so weiter und so fort. Wer aber den Fluss des Gesetzes unterbricht, indem er seine Schätze wegschließt und eifersüchtig hütet, wird nicht wirklich mehr davon empfangen. Bücher wollen gelesen und zuweilen auch verliehen oder weitergegeben werden, und Geld muss seiner Natur gemäß im Umlauf sein. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit diesen Gegebenheiten zu befassen - denn wenn man es zulässt, empfängt man, ohne dass man sich ängstigen muss. Tarot

* * * Tarot-Karte As der Kelche und Münzen: Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© "Die vier Asse: Kelche und Münzen" - ein Textbeitrag von , 2010.

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