Herzenswünsche - Alternative Geschenke zum Fest

Weihnachten Dekoration

Es ist nicht mehr lange hin und die Wunschzettel werden relevant, falls sie das nicht schon längst sind - denn wer genau hinsieht, sieht den Schlitten von Santa Claus tatsächlich schon in der Ferne. Was sich richtig nett anhört, artet allerdings bald in nervigen Konsumstress aus.

Kaum einer hat schon alle Geschenke unter Dach und Fach, und die "Last Minute Käufer" sind noch nicht an der Startlinie, die versammeln sich erst so um den zwanzigsten Dezember herum in den Läden. Oder aber sie telefonieren hektisch mit den Versandhäusern, um sicherzustellen, dass die bestellten Sachen auf jeden Fall noch vor dem Fest ankommen.

Möglicherweise nehmen sich viele gestresste Fans des ultimativen Liebesfestes ja vor, dass sie das nächste Mal alles anders machen würden - wenn sie nur wüssten, wie. Vor Jahren las ich in einem Sammelband eine Weihnachtsgeschichte - ich erinnere mich, dass Pearl S. Buck sie geschrieben hatte - und in der tatsächlich das Weihnachtsfest anders ist als in den Jahren davor. Es geht um Eltern, die vor der schwierigen Aufgabe stehen, ihren Kindern zu erklären, dass es dieses Mal nur wenige Geschenke geben wird, weil das Geld knapp ist.

An einem Abend nun setzen sich alle zusammen und besprechen die Lage. Die Eltern haben eine sehr schöne Idee, wie es zu bewerkstelligen ist, dass es trotz der Geldknappheit wunderbare Geschenke geben könnte, und die Kinder nehmen den Gedanken begeistert auf. Jedes einzelne Familienmitglied macht sich Gedanken darüber, was es tun kann, damit es den anderen etwas besser geht, wie zum Beispiel nicht so schnell ungeduldig werden oder netter zum kleinen Bruder zu sein. Auch die Eltern selber haben da einiges zu geben, und sogar die Nachbarn werden bedacht.

Ein Junge der Familie meint großzügig, dass er bei der alten Dame nebenan freiwillig den Schnee wegräumen wolle über den Winter. "Das wird sie lieber mögen als mein Geschenk zum vorigen Fest, diese Poinsettia", sagt da erfreut die Mutter. Denn das Angebot ist das Tüpfelchen auf dem "i" und zeigt, dass die Kinder wirklich verstanden haben, worum es beim Schenken geht. Eine Tochter spendet selbstlos ihr Kirschtörtchen, dass sie sich eigentlich für später aufheben wollte, weil das ihre Lieblingsnascherei ist - und wenn alle Kinder ein Stückchen haben wollen, bleibt für jeden nur ein ganz winziges Stück. Doch das Törtchen wird ehrlich geteilt und besiegelt in gewisser Weise das neue Weihnachten.

Die Geschichte endet damit, dass sich die Kinder fragen, was sie den Eltern schenken könnten, doch diese erklären sich als großzügigst bedacht, allein durch die Tatsache, dass ihr Gedanke so gut aufgenommen und vor allem auch verstanden wurde. Keines der Kinder war überhaupt oder sehr lange enttäuscht, sondern alle waren Feuer und Flamme.

Das ist natürlich nur eine Geschichte, aber die Idee ist doch eigentlich sehr gut. Wie wäre es, wenn wir uns auch einmal auf Geschenke verlegten, die länger Freude bereiten als nur über die Weihnachtsfeiertage? Völlig triviale Dinge könnten das sein, vielleicht verspricht man, dass in Zukunft keine Socken mehr im Schlafzimmer herumliegen, oder das Geschenk besteht darin, dass man den Küchendienst verrichtet - ohne zu meckern.

Ein überaus luxuriöses Geschenk könnte das ersatzlose Eliminieren eines Streitpunktes sein - wie zum Beispiel das Weglassen böser Kommentare bei den Lieblingsserien des Partners oder ähnlicher liebgewordener Gewohnheiten. Es gibt mit Sicherheit ein Geschenk für alle - auch für den Nachbarn. Die Idee mit dem Schneeräumen ist nicht schlecht, man könnte auch hier und da einmal den Putzdienst für einen Senioren im Haus übernehmen.

Sieht man etwas als Geschenk und nicht als lästige Pflicht, macht es sogar Spaß. Der Trick dabei ist der, dass man sich allein durch die Freude beschenkt genug fühlen kann und nicht auf eine Gegengabe wartet. Natürlich kann man diese Geschichte weitererzählen ... und vielleicht passiert dann das gleiche wie in der Erzählung. Geschenke

© "Herzenswünsche - Alternative Geschenke zum Fest" - ein Textbeitrag von , 2010. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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