Geo-Engineering und der Weltklimarat

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(Juni 2011)   Seit einer relativ kurzen Zeit, im Entwicklungsmaßstab der Erdgeschichte gesehen, greift der Mensch durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe und durch die Herstellung von besorgniserregenden Chemikalien aktiv in die Umwelt ein.

Einige Wissenschaftler und Techniker glauben nun, durch so genannte Geo-Engineering-Projekte damit weitermachen zu können wie bisher. Großtechnologische Maßnahmen sollen die globale Erwärmung verringern.

Wer soll das bezahlen und wer die unumkehrbaren Folgeschäden beseitigen?

Der Weltklimarat berät speziell über Maßnahmen, die offensichtlich Szenen aus utopischen Filmen der letzten 20 Jahre enthalten. Gemeint ist das so genannte Geo-Engineering, das durch technische Maßnahmen das Weltklima verändern soll.

Dazu zählen:

  • Installation von Sonnensegeln im All
  • Versprühung von Schwefeldämpfen in die Atmosphäre
  • Düngung der Ozeane
  • Einbringung von CO2 in den Erdmantel

Nun war es ja oft so, dass gute Literatur und auch Filme durch die Kreativität ihrer Schöpfer Impulse für Forschung und neue Technik geliefert haben. In diesem Fall muss sich der Weltklimarat aber die Frage gefallen lassen: Ist das Klimaschutz oder Größenwahn! Diese Frage jedenfalls stellt sich das Umweltbundesamt zum derzeitig diskutierten Geo-Engineering.

Ein Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes (UBA) zu den großtechnischen Klimaschutzmaßnahmen, die derzeit vom Weltklimarat beraten werden, wurde dazu im Juni 2011 veröffentlicht. Darin empfiehlt das UBA ein Moratorium für Geo-Engineering-Maßnamen. Die Untersuchungen des deutschen Umweltbundesamtes zeigen, dass die großtechnischen Klimaschutzmaßnahmen mit starkem Vorbehalt betrachtet werden müssen und neben erheblichen Risiken und vermuteter Nebenwirkungen viele Fragen offen bleiben. Ohne Verringerung der Emissionen kann kein reales Ergebnis im Klimaschutz erreicht werden, so das UBA.

Am 21. Juni 2011 wurde der Bericht des "Internationalen Programms zur Lage der Ozeane (IPSO)" veröffentlicht.
Er beinhaltet eine dringende Warnung vor einen globalem Massensterben in den Ozeanen.

Die Welt verändert sich durch unseren technischen Fortschritt. Wie lange noch?

Das Hintergrundpapier "Geo-Engineering - wirksamer Klimaschutz oder Größenwahn?" des Umweltbundesamtes
kann man hier herunterladen

© Ein Beitrag von Lothar Seifert; Foto: Pressenet

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