Weltenerbe: Das Geheimnis der Zylinder

Leseprobe aus dem 3. Kapitel: Der General (II)

Aktuelles Autoren
Billardtische Sport Fun
Bildung Cartoons
Fantasy Horoskop
Fotos kostenlos
Gesundheit Kalender
Kinderecke Krafttiere
Kultur Legenden
Leseproben Leserbriefe
Mobiles Lesen
Literatur Personen
Publikationen
Ratgeber Reisen
Sagen Sudoku
PDF lesen Serien
Tarot Wissen
Unternehmen Wirtschaft
Wunschzettel

Weltenerbe

Zum Inhalt des Buches:

Nicht mal die Archäologen können sich erklären, was es mit den geheimnisvollen Zylindern auf sich hat. Sie sind offensichtlich mehrere tausend Jahre alt und ca. drei Meter lang, aber mehr verraten die steinernen Behälter nicht.

Ein amerikanisches Team untersucht die seltsamen Funde, die auf verschiedenen Kontinenten liegen. Auch in Grönland wird solch ein Zylinder gefunden. General Setter und Major Carson fliegen dorthin, um die hoffnungsvollen Untersuchungen zu beaufsichtigen. Aber sie sind nicht allein in der kalten, unwirklichen Schneelandschaft...

+ + +

Der General, Leseprobe, 2. Teil:

Er schaute auf die endlose, weiße Straße vor ihm. Ein markanter Punkt war nicht zu erkennen. Der General schaute ebenfalls wieder aus dem Fenster und schien Eisstückchen zu zählen.

»Sir? Haben Sie Kinder?« , fragte der Major. Er bereute seine Frage in dem Moment, in dem er sie ausgesprochen hatte.

»Ich hatte mal zwei Söhne. Mein Zweiter ist allerdings gestorben, bevor ich das Wort "Papa" aus seinem Mund hören konnte. Ich war damals im Irak. Spezialeinsatz.«

»Das tut mir sehr Leid, Sir.«

»Ist schon eine ganze Weile her« , sagte der General. Dann schwieg er für einen Moment.

»Aber Henry, der ist mein ganzer Stolz. Der kommt ganz nach seinem Vater. Aus dem wird mal was.«

»Sehen Sie sich oft?«

»Wir haben beide viel zu tun. Wir telefonieren ab und zu.«

»Was macht Ihr Sohn?« , fragte der Major.

»Er arbeitet als Leiter einer Codierstation. Aber nicht mehr lange. Das ist jetzt nur für die Übergangszeit. Damit er seine Führungsqualitäten unter Beweis stellen kann. Ab September fängt er bei der Irakischen Botschaft an.« Er machte eine Pause: »Ist schon seltsam. Ich habe ein ungutes Gefühl dabei. Aber es ist seine Entscheidung.«

Der General verschwieg, dass er seinen Sohn schon seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hatte. Auch das letzte Telefonat fand zu Weihnachten statt. Schließlich fragte er den Major: »Würden Sie gerne Ihre Tochter sehen?«

»Ja, Sir.«

»Das ist Ihre zweite Tochter?«

»Ja, Susan ist schon drei Jahre alt.«

»Ich hoffe, ich kann Sie mit dem entschädigen, was wir gleich sehen werden.« »Ja, bestimmt.«

Der Jeep grub sich mit seinen wuchtigen Rädern in die verschneite Landschaft. Niemand sonst war unterwegs. Plötzlich sah der Major einen Mann mit einem dicken Mantel und buschiger Fellmütze am Straßenrand. Er hielt eine Art Speer in der rechten Hand und blickte gebannt auf das vorbeifahrende Auto.

Der General sagte: »Haben Sie den gesehen? Seltsame Menschen gibt es hier. Der sah aus wie ein Eskimo.«

»Das war ein Inuit, Sir.«

»Ach ja, man sagt ja nicht mehr Eskimo. Ein Inuit also?«

»Ja.«

»Jagen die immer noch mit Speeren?«

»Ich bin sicher, dass er ein Gewehr dabei hatte.«

»Waren Sie schon einmal hier? Hier in Grönland, meine ich.«

»Vor zwei Tagen, Sir. Ich habe die Fundstelle sichern lassen und bin dann zurückgeflogen.«

»Gibt es hier viele von diesen Einheimischen?«

»Nein, Sir, wir werden ungestört operieren können« , antwortete der Major. »Es ist nicht mehr weit.«

»Na, dann werde ich uns mal anmelden. Die sollen uns einen starken Kaffee aufbrühen.«

Inmitten der weißen Landschaft tauchte eine olivgrüne Zeltstatt auf. Der General riss erschrocken die

Augen auf. »Was zur . . . ?«

Noch bevor der Wagen zum Stillstand kam, sprang er aus der Tür und ging einem salutierenden Mann entgegen. »Sergeant! Sergeant! Was soll das?«

»Sir? Was, Sir?« , fragte der Mann.

»Wollen Sie damit sagen, dass Ihnen entgangen ist, dass diese Zelte nicht weiß sind? Sie sind olivgrün, Mann! Was haben Sie sich dabei gedacht?«

Sicherlich war dieser Mann nicht für die Farbe der Zelte verantwortlich. Er war einfach nur der erste Ansprechpartner.

»Es handelt sich um einen Fehler bei der Bestellung, Sir. Die weißen Zelte kommen morgen.«

»Das will ich hoffen!«

Der General ließ den Sergeant stehen und ging in das Größte der zwölf Zelte. Offensichtlich handelte es sich um das Hauptquartier. In der linken Ecke stand ein großer Klapptisch von hochrangigen Offizieren umzingelt. Aber der General ging zu einem Stuhl auf dem eine Kaffeemaschine stand. Er nahm sich zwei Pappbecher und fragte den Major, der ebenfalls den Weg ins Zelt gefunden hatte: »Immer noch ohne Milch?«

»Ja, nur Zucker, Sir« , antwortete der Major. Er fühlte sich unwohl, weil er es eigentlich sein sollte, der sich um den Kaffee kümmerte.

»Meine Herren« , sagte der General, »dies ist Major T. C. Carson! Wenn es etwas gibt, was Sie ihm nicht sagen wollen, dann sagen Sie es mir, damit ich es ihm dann sagen kann. Haben wir uns verstanden?«

Die Männer und eine Frau nickten alle stumm.

Hier geht es zum dritten Teil der Leseprobe

Hier geht es zurück zum ersten Teil der Leseprobe

© Leseprobe mit freundlicher Genehmigung der Umbrella Brothers

Werden Sie Autor bei Pressenet und schreiben Sie Fachartikel. Info: Autor werden

Hinweis: Bücher von Pressenet gibt es bei AmazonBücher von Pressenet oder auch direkt über uns.