Kalenderbilder aus dem Himalaya:
März

Kalenderbilder aus dem Himalaya

"Im Märzen der Bauer das Rösslein anspannt", heißt es in einem alten Lied, das so den Märzmonat am besten beschreibt. Bei den Römern hieß er noch "Martius", was sich auf den römischen Kriegsgott, den Mars, bezieht. Aber in unseren Breiten bedeutet dieser Monat etwas völlig Anderes und eher das Gegenteil von Krieg. Denn zu dieser Zeit wird die Erde für die Saat vorbereitet, überall zeigen sich die ersten Frühlingsblumen wie Schneeglöckchen, Krokusse und ein wenig später dann die Narzissen. Es ist der Frühlingsmond - derjenige, der das endgültige Erwachen der Natur nach dem Winter begleitet.

Der astronomische Frühlingsanfang fällt in den März, der auch "Lenzmonat" oder "Lenzing" genannt wurde. Man könnte ihn auch durchaus den "Dichtermonat" nennen, denn kaum einer anderen Jahreszeit wurden soviele poetische Willkommensgrüße zuteil wie dem Frühling. Überall in der Natur springen die Knospen auf und zeigen sich in den ersten bunten Farben, die Grautöne des Winters verschwinden endgültig.

Natürlich bezieht sich das frühlingshafte Gefühl auch auf die menschlichen Empfindungen, denn auch diese erwachen langsam wieder zum Leben. Der März ist der Monat, in dem man zum ersten Mal wieder so etwas wie laue Luft erahnt, etwas wie eine kleine Vorschau auf die kommenden warmen Monate wie Mai oder Juni. Man kann, wenn das Wetter wohlgesinnt ist, den Mantel offen lassen und die Kinder laufen schon wieder zu den Spielplätzen.

Für die Menschen sollte es eigentlich keine allzu große Rolle mehr spielen, dass es wieder heller und wärmer wird - denn der moderne Komfort ermöglicht es zu jeder Zeit, Wärme und Licht zu genießen. Aber etwas in uns spricht auf die Magie des Frühlings an, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Der Bauernkalender kennt hier Warnungen vor allzu frühem Übermut, denn noch ist der Winter nicht völlig besiegt und der Frost kann noch einmal zurückkommen. Zwar heißt es: "Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen."

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Doch gibt es auch den Spruch von der "vergeblichen Mühe, sät der Bauer im Märzen zu frühe." Und der lakonische Ausspruch "Das Märzengrün ist bald wieder hin" sagt genug über den noch recht launischen März. Der Volksmund kennt auch die "Märzhasen", die voller Übermut umherspringen und sich so gar nicht um etwaige kommende kalte Tage scheren. Dazu sind die ersten Frühlingstage eben viel zu schön.

Zum nächsten Monat: April

© "Der Monat März" - ein Textbeitrag von , 2011. Himalaya Kalenderbilder von Lothar Seifert

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