Die Welt feiert in GrünDer St. Patrick's Day am 17. März |
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Wie bei allen beliebten Heiligen gibt es viele Legenden um deren Leben und Wirken, bei denen die tatsächlichen Ereignisse mit fiktiven zusammenfließen. Um Patrick von Irland gibt es gleich zwei Legenden, gewissermaßen zwei Geschichten um ein und denselben Mann. Was man über den Hl. Patrick weiß, stammt vor allem aus seinen eigenen Aufzeichnungen, aus denen hervorgeht, dass er ursprünglich Patricius genannt wurde und der Sohn eines römischen Offiziers war, der in Britannien Dienst tat. Interessanterweise war der Vater Christ und verrichtete neben seinen militärischen Aufgaben auch den Dienst eines Diakons, und seinem Sohn Bildung und christliche Erziehung mit auf den Lebensweg gab. Der junge Patrick wurde von Sklavenjägern geraubt und in die irische Provinz Ulster gebracht, wo er fliehen konnte und sein Leben als Verkünder des Christentums begann. Aus späterer Zeit stammt die andere Geschichte, die eine deutlich romantisierte Fassung darstellt und walisisch-irischen Ursprungs ist. Hiernach nämlich wurde der Heilige als Heide geboren, und zwar unter dem Namen Patrick Maewyn in Wales. Als er etwa sechzehn Jahre alt war, wurde er von plündernden Iren entführt und nach Irland gebracht, wo er als Leibeigener Schafe hüten musste. Es heißt, dass er trotz seines Loses als Gefangener begann, das Land zu lieben und sich ihm verbunden zu fühlen. Er kam mit dem christlichen Glauben in Berührung, der ihm Trost spendete und die Kraft, seine Gefangenschaft zu ertragen. Nach Jahren der Knechtschaft erschien ihm ein Engel, der ihn zur Flucht mahnte, die er auch wagte und tatsächlich entkam. Weiter berichtet die Legende, dass er sich nach Frankreich durchschlagen konnte, nach Auxerre, wo er in einem Kloster unterkommen konnte. Patrick trat vollends zum Christentum über und erreichte die Priesterwürde. Seine Gedanken kreisten immer um Irland, das ihm zur Heimat geworden war, und er sah sich als Auserwählten, der die Heiden dort zum Christentum bekehren sollte. Und tatsächlich riefen ihn in seinen Träumen Stimmen zur Rückkehr - Stimmen, die ihm irisch vorkamen und in seiner Vorstellung um die Gnade Gottes baten. Vom Papst Coelestin I. auf die grüne Insel gesandt, entfaltete Patrick nun seine charismatischen Kräfte, um das Volk zu bekehren. Eine Legende erzählt davon, dass der Missionar kraft seiner Gebete das Land von den giftigen Schlangen befreit habe - was wohl als Gleichnis in Bezug auf das Heidentum und seine Priester zu deuten ist, denn giftige Reptilien gab es in Irland nicht.
Man hat Irland immer die grüne Insel genannt, und nichts ist irischer als St. Patrick - der nationale Heilige des Landes. Deswegen ist der St. Patrick's Day nicht nur eine Hommage an diesen Heiligen, sondern eine Liebeserklärung an Irland, besonders für die Iren, die anderswo in der Welt leben. Sie feiern damit ihre Heimat und das tiefe Gefühl dafür - und wenn Nicht-Iren diesen Tag festlich begehen, dann hängt es wohl auch mit ihrem Zuhause zusammen: der Mutter Erde, die in vielen Weltgegenden frisches Grün trägt zu dieser Jahreszeit. Es ist ein erdiges Fest, eines für Frohsinn und Ausgelassenheit - mag der Anlass nun der Tod eines frommen Mannes sein oder nicht. Vielleicht steht Patrick von Irland für die Liebe jedes Menschen zu seinem Land, der Erde. Das Foto zeigt den grün gefärbten Chicago-River am St. Patrick's Day (Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei) Werden Sie Autor bei Pressenet und schreiben Sie Fachartikel. Info: Autor werden Hinweis: eBooks von Pressenet gibt es auf dem Portal xinxii.com. Bestellung auch direkt über uns möglich. |