Der Butterstein von Gattberg

Eine Sage aus dem Osnabrücker Land

Diese Legende ist in unserem Taschenbuch enthalten.
Bestellmöglichkeit: Taschenbuch "Deutsche Mythen, Sagen und Legenden"
Der Teufel

Von einem großen Findling, der in der Ortschaft Gattberg nahe des alten Kirchspiels Belm steht, erzählen sich die Leute eine besondere Geschichte.

Vor langer Zeit nämlich gab es eine arme Bäuerin, die sich eher schlecht als recht von ihrem kargen Stückchen Land ernährte. Ihr Äckerchen brachte ebenso viel ein, dass die Familie nicht verhungerte, wenn auch eben knapp. Der größte Schatz, den die Höfler besaßen, war die magere Kuh, die zu hüten und zu pflegen den Kindern als besonders wichtige Aufgabe oblag. Die magere Weide reichte nur eben für die gute Schecke, doch ihre nicht allzu üppige Milch war bitter notwendig für die Familie.

Da die Bäuerin aber eine tüchtige und findige Hausfrau war, gelang es ihr ihrer Armut zum Trotz einen kleinen Milchüberschuss zu erwirtschaften, den sie nach einigem Überlegen in ein treffliches Stück Butter verwandelte. Das gedachte sie nun zu verkaufen, denn dafür war ein recht guter Preis zu erwarten auf dem Markt. So also schlug sie den gelben Barren in ein Stück sauberes Leinen ein und machte sich auf den Weg zum Marktplatz.

Gerade zu dieser Zeit aber überkam den Teufel ein großes Verlangen nach einem Stück guter Butter, denn wie man sich denken kann, ist eine solche Speise Mangelware in der Wohnstatt des Gehörnten, da sie nur allzu schnell schmilzt. So also musste Butter anderweitig beschafft werden, und der Pferdehufige machte sich in eigener Person auf die Suche, nachdem er sich das Aussehen eines Krämers gegeben hatte.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zu "Der Butterstein von Gattberg": , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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