Durch die Augen des Kindes

Rezension zu "Der Taugenichts" - ein Buch von Heidrun Böhm

Ratgeber

Tarot-Buch

Graue Wölfe

Buch Rezension: Der Taugenichts

Eigentlich eine Geschichte über eine Vater-Kind-Beziehung, die es nie gab, entwickelt sich Heidrun Böhms Erzählung zu einer Hommage an die Mutter. Der Taugenichts, der nie etwas geben wollte und nur nahm, hat alle Sorge und Liebe, die ein Kind braucht, der Mutter überlassen.

Die Mutter geht arbeiten, die Mutter sucht eine Lösung zur Unterbringung, die Mutter kümmert sich um alles, was die Welt des kleinen Mädchens ausmacht. Sie fügt mit ihrer Kraft und ihrer Willensstärke Stein auf Stein, um ein sicheres Refugium für ihr Kind zu bauen und - schwieriger noch - zu halten. Als Mitstreiter hat sie nur den eigenen Vater, der hilft und immer wieder hilft, bis er selber Hilfe braucht.

Die Berührung, die der Vater beim späten Kennenlernen seiner Tochter zulässt - leichten Sinnes ... ja, leichtsinnig wie alles, was er tut - beschreibt Heidrun Böhm auf eindringliche Weise. Er wird weder bleiben noch wird er für sein Kind empfinden. Und doch bleibt das Mädchen unversehrt - es braucht den Taugenichts nicht. Hat ihn nie gebraucht.

Aus der Sicht des Kindes erzählt, ist der Fluss der Geschichte unwiderstehlich. Einfühlsam und lebendig lässt die Autorin den Alltag, die Kämpfe und die kleinen Freuden im Leben des vaterlosen kleinen Mädchens erstehen. Durch die Augen des Kindes erlebt der Leser die großen und kleinen Schlachten, die Scharmützel und auch die Siege der Frau, die es in schwieriger Zeit aufgenommen hat, eine ganze Familie zu sein.

Es gab viele Frauen wie die Mutter des erzählenden kleinen Mädchens, so wie es viele "Taugenichtse" gab. Und es gibt sie auch heute noch.

Heidrun Böhms Stil zieht mühelos eine Leinwand auf, die dem Leser erlaubt, mitzuerleben und zu sehen, was der Autorin am Herzen liegt und was sie mitzuteilen hat.

"Der Taugenichts" ist eine intensive und anrührende Geschichte - sensibel, aber keineswegs rührselig erzählt. Unser Votum: Sehr empfehlenswert.

Die Autorin hat uns hier eine Leseprobe zur Verfügung gestellt

© Rezension "Durch die Augen des Kindes": ; Coverbild: Heidrun Böhm, Kiel & Feder Verlag

Hinweis: Wir suchen stets neue Autorinnen und Autoren für Geschichten aus Kindheit und Familie

Sponsoren und Investoren

Sponsoren und Investoren sind jederzeit herzlich willkommen!
Wenn Sie den Beitrag auf dieser Seite interessant fanden, freuen wir uns über eine kleine Spende. Empfehlen Sie uns bitte auch in Ihren Netzwerken (z. B. Twitter, Facebook oder Google+). Herzlichen Dank!

Hinweis: Bücher von Pressenet gibt es im Buchhandel

Nach oben Sitemap
Impressum & Kontakt