"Das V der Kraniche": Uns kann der Deiwel

Leseprobe aus dem historischen Roman von Thomas Persdorf

Autor Thomas Persdorf

Das Buch:

Der Autor Thomas Persdorf (Mainz) legt uns hier eine Textauswahl aus "Das V der Kraniche" vor, einem historischen Gesellschaftsroman aus der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs.

"Das V der Kraniche", im Februar 2018 bei Shaker Media erschienen, ist der zweite Teil der Quintus-Trilogie, dessen Bände unabhängig voneinander gelesen werden können (Hinweise zu den einzelnen Bänden siehe weiter unten).

Die ersten Kapitel des Buches führen den Protagonisten Quintus Schneefahl als Berichterstatter des "Vorwärts" in das von Polen beanspruchte, umkämpfte Krisengebiet Oberschlesien im Jahre 1920. Die geschichtlichen Zusammenhänge der Zeit werden dabei in Handlung und Spielszenen entwickelt.

Übergriffe polnischer Truppen finden auf Oberschlesien statt, mittendrin im Abwehrkampf befindet sich der Journalist Quintus Schneefahl. Seine Verlobte Amelie reist ihm nach, verschwindet jedoch im Kriegsgebiet. Ist sie Opfer eines Verbrechens geworden?

In seinem Privatleben hat der junge, hochtalentierte Protagonist mit epileptiformen Krisen zu kämpfen, aber auch mit der Unterdrückung seiner Sehnsucht nach der verheirateten und deshalb unerreichbaren Iris, die immer wieder durch seinen Kopf geistert.

Der historische Roman von Thomas Persdorf bietet jede Menge Spannung, Unterhaltung und Bildung. Geschichtliche Hintergründe zu Rathenau, Erzberger, dem Waffenstillstand von Compiegne und der Sensation von Rapallo werden ungezwungen verknüpft mit dem aufregenden Leben, Lieben und Leiden eines jungen hochbegabten Journalisten.

Der 300-seitige Roman "Das V der Kraniche" von Thomas Persdorf ist unter der ISBN 978-3956316357 im Buchhandel erhältlich.

Leseprobe aus dem Kapitel "Uns kann der Deiwel":

"Mensch Fritze, alter Landsknecht!" Schallend-schreiendes Lachen. "Bist ja auch wieder dabei. Dann kann ja gar nichts mehr schiefgehen hier in Oberschlesien. Aus Flandern mit heiler Haut rausgekommen, hä?"

"Was heißt hier Flandern, Herr Oberleutnant, inzwischen haben wir: ich, Hans und die Kneipp-Zwillinge, an der Düna den roten Russen den Arsch vermöbelt und sie aus Riga rausgeworfen. Wie die Hasen sind sie um ihr Leben gerannt, die Russkis. Sind keine Gegner für unsere Bataillone unter von der Goltz gewesen." Roßbach nickte anerkennend und grinste kehlig glucksend. Arschfritze hatten sie den Fritze Kneipp im Regiment genannt, im 8. Westpreußischen, weil er spätestens in jedem 5. Satz diesen Kraftausdruck unterbringen musste.

"Kam selber leider zu spät, Fritze. Der Holzfäller" - Roßbach meinte Noske, den gelernten Forstarbeiter - "Er hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Roßbacher von Riga fernzuhalten. Verdammter Idiot!"

"Ja, Verräter und Schlaffärsche. Politikerpack eben!" Fritze Niebüll rotzte einen aus der Tiefe gezogenen Speuz auf den Bahnsteig. "Verräter!", wiederholte er mit einer Miene, die in ihrer Abfälligkeit zu seinem Auswurf passte.

Vor dem Abteilfenster seiner Kameraden machten sie halt. Freudengeschrei des Wiedersehens. "Freikorpsler raustreten!", kommandierte Oberleutnant Gerhard Roßbach übermütig mit scharfem Kommisston. Die Aufgeforderten schwangen sich durchs inzwischen weit geöffnete Fenster, Bruder Hans etwas steif und umständlich, die Kneippzwillinge sportlich-locker.

"In Reihe Haltung annehmen!", schrie Roßbach, schmunzelte aber dabei. Die Vier klappten auseinander wie Springmesser, standen steif gereckt hab acht.

"Sekondeleutnants Kneipp, Hauptwachtmeister Fritze und Hans Niebüll, hiermit verpflichte ich euch zu Kameraden des Freikorps Roßbach und überreiche Abzeichen und Nadel der Kampfgruppe. Unsere Losung", kommandierte er befehlend:

"Uns kann der Deiwel", brüllten sie, so laut es ging und ziemlich durcheinander. ...

Die Quintustrilogie beinhaltet die folgenden Einzelbände:

Band I: "Entlang des Großen Krieges", 2013 Engelsdorfer Verlag.
Band II: "Das V der Kraniche", 2018 Shaker Media.
Band III: "Quintus und der Feuerreiter" erscheint voraussichtlich im Herbst 2018.

© Dem Autor Thomas Persdorf (Mainz) danken wir herzlich für diese Textauswahl und die Abbildung des Buchcovers, 06/2018.

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