Freundschaft, Gier und Menschlichkeit

Rezension zum Roman "Luna Park 2: Jahrmarkt der Gier"

Ein Buch von Olivia Monti

Luna Park 2

Viele Kinder wünschen sich manchmal weit, weit fort. So auch die vier Freunde Dugo, Zaza, Camel und Brauni. Sie alle haben Probleme mit ihren Eltern und möchten ganz einfach, dass ihr Leben anders wird.

Das wird es, aber nicht so, wie sie es sich vielleicht vorgestellt hatten. Denn plötzlich sind sie im "Luna Park" - da, wo alle Kinder ewig jung bleiben und man spielen kann, so lange man will. Oder besser gesagt: spielen muss.

Denn genau wie zu viel Zuckerwatte wird auch das Spielen irgendwann nur noch widerlich. Und dazu noch gefährlich, denn der Einsatz bei dem neuen Spiel, zu dem die vier Kinder gezwungen werden, ist hoch. Es geht darum, die Parallelwelt "Luna Park" verlassen zu können.

Spiel und Ziel

Der König des Parks, ein geheimnisvoller Mensch - oder ist er vielleicht doch eine Maschine - hat sich ein neues Spiel ausgedacht. Eines, das man nicht gewinnen kann. Und vielleicht geht es ja auch gar nicht um den Sieg, sondern um die Weise, wie man spielt.

Die Welt, in der die vier Freunde gefangen sind, ist geteilt zwischen sehr reich und sehr arm. Wer richtig spielt, bleibt auf der hellen Seite - die anderen rutschen früher oder später in die graue Welt des bröckelnden Putzes und der trostlosen Ghettos. Es ist, wie hier in der realen Welt, nur eindringlicher und strenger getrennt. Allerdings wird in der Realität kaum ein Jugendlicher ein riesiges Unternehmen führen müssen.

Denn das ist das Ziel: "Verdiene eine Million Euro und verlasse den Park!"

Ein Spiegelbild unserer Welt

Die Autorin Olivia Monti hat eine beängstigende Spielwelt erstellt, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Gut und Böse können ebenso wenig bestimmt werden wie in der Realität. Denn letztendlich sind die Handlungen derer, die damit konfrontiert werden, das Zünglein an der Waage.

"Luna Park 2: Jahrmarkt der Gier" ist eine Fantasy-Geschichte - aber eine, die es wirklich in sich hat. Freundschaft ist eins der größten Themen, aber auch Verführung zur Gier und zur Gleichgültigkeit. Kinder haben ihre eigene Sicht der Dinge, und das ist ihr größter Schutz. Die vier Kinder in der Geschichte schlagen sich tapfer - tapferer als es mancher Erwachsene in der Realität tut.

Allerdings ist der "Luna Park" ein Spiegelbild unserer Welt. Nur, dass man hier vielleicht eine Chance hat, früh genug die Fallen zu erkennen, die gestellt werden.

"Luna Park 2" kommt ohne falsche Sentimentalitäten aus. Das macht die Geschichte aber letztendlich farbig und eindringlich. Und ein wenig beängstigend. Erwachsene werden ihre Welt wiedererkennen, Kinder sich auf ein Abenteuer begeben, das sie nicht so schnell vergessen.

Vielleicht ist die Geschichte auch ein klein wenig ein Kurs in Menschlichkeit. Aber da müsste man den König vom "Luna Park" fragen. Der vielleicht sogar eine Antwort parat hat.

+ + +

Lesen Sie Olivia Montis Roman Luna Park 2: Jahrmarkt der Gier. Das Buch - für Leser von 11 bis 111 Jahren - gibt es in verschiedenen Formaten im Buchhandel.

Über die Autorin und ihr Buch erfahren Sie mehr in der Leseprobe und Autorenvorstellung

© "Freundschaft, Gier und Menschlichkeit" - eine Rezension von ; Abbildung des Buchcovers: Autorin Olivia Monti

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