Die Elemente in ihrer Bedeutung für die Esoterik
und im spirituellen Leben

Faust spricht mit Erdgeist

Faust spricht mit Erdgeist (© B. Mauch)

Traditionell nimmt die Lehre der Elemente in der Esoterik einen sehr großen Raum ein, und in heutiger Zeit wenden sich wieder sehr viele Menschen dieser Denkweise, die Dinge und die Welt zu sehen, zu. Wenn von den Elementen gesprochen wird, so sind die vier Himmelsrichtungen in all ihren Entsprechungen gemeint. So ist zum Beispiel der Süden mit dem Feuer verbunden, der Westen dem Wasser, der Osten der Luft und der Norden der Erde. Wir kennen diese Einteilungen unter anderem vom Tarot, dessen vier "Farben" wiederum Entsprechungen der Elemente sind.

Die tatsächlichen Himmelsrichtungen sind nur bedingt gemeint, vielmehr ist ihre symbolische und spirituelle "Geographie" für uns interessant. Auch in den asiatischen Kulturen wird den Elementen ein sehr großer Stellenwert eingeräumt, wenngleich diese spirituelle Welt erst erfahren werden muss. In unserer Tradition, deren Wurzeln zu einem großen Teil in der geistigen Weltanschauung der keltischen Völker liegt, gelten Bilder und Zuordnungen unserer Erlebniswelt, die uns seit vielen Jahrhunderten vertraut sind. Ab einer gewissen Ebene spielt das keine Rolle mehr, denn es handelt sich um die gleiche Welt - doch ist die enthaltene Symbolik angepasst. So fällt zum Beispiel einem Europäer bei Betrachtung eines Affenbrotbaumes nicht sehr viel dazu ein, ein Afrikaner könnte allerdings aus dem Stegreif mit allerhand Legenden und symbolischen Geschichten dazu aufwarten.

Unseren Vorfahren galt die Vier als heilige Zahl, sie bezeichnete im Prinzip die vier Grundfesten der Erde, was durchaus auf die Elemente bezogen werden kann. Jedes der vier hat seine zugeordnete Farbe, eine Zahl, ein Instrument oder auch einen Grundton. Für die Erde ist zum Beispiel die Trommel zuständig, für die Luft logischerweise die Flöte. Die Astrologie ordnet die verschiedenen Tierkreiszeichen ebenfalls den Elementen zu. Der Tarot hat diese Lehre in verschlüsselter Form bewahrt und weitergegeben für alle, die interessiert und lernbereit sind.

Wenn wir nun wissen, wofür jede der vier Richtungen steht und verinnerlichen, was der Luft oder dem Feuer entspricht und wofür das jeweilige Element steht - kann uns das in irgendeiner Form nützen oder helfen? Es kann, denn die Elemente können ebenso zur Analyse "befragt" bzw. herangezogen werden wie ein anderes Medium. Im Normalfall sind sie einigermaßen ausgewogen in der inneren Landschaft des Menschen - natürlich ist das keine festgelegte Sache. Ein heißblütiger, sehr aktiver und leidenschaftlicher Mensch wird mit Sicherheit mehr dem Feuerelement zugehörig sein als den anderen - schließlich sind wir alle verschieden. Gefährlich wird es nur, wenn eine eindeutige Einseitigkeit eines Elementes zu lange vorherrscht und dafür eines - oder mehrere andere - unterdrückt werden.

Esoterik Bedeutung

Eine Person, die nur "im Feuer wandelt", läuft früher oder später Gefahr, davon verzehrt zu werden - ein eindeutiger "Luftikus" kann den Kontakt zum Boden verlieren ... symbolisch gesprochen. Hat nun jemand Probleme damit, den Tagesablauf effektiv zu gestalten oder mit seinen Mitmenschen zurechtzukommen, dann lohnt oft die Beschäftigung mit dieser Materie. Denn die Frage: "Was fehlt mir, wo ist etwas nicht im Lot?", oder: "Was vernachlässige ich zu sehr?", kann zu der Erkenntnis führen, dass der Betreffende ein bestimmtes Element zu sehr meidet oder aber zu sehr lebt.

Natürlich gehört die Vorrangstellung eines dieser vier zu einer Persönlichkeit, doch wie bei allem im Leben kommt es auf das Gleichgewicht an. Ob das nun die Nahrung, die Bewegung oder die Leidenschaften betrifft, allzu lange darf kein grobes Ungleichgewicht vorherrschen, sonst leidet der Mensch ebenso körperlich wie seelisch. Eine kleine Entdeckungsreise oder auch ein kleiner Bildungsurlaub in die vier Himmelsrichtungen ist ein Abenteuer, das sich wirklich lohnen kann. Esoterik Bedeutung

© "Die Elemente in ihrer Bedeutung für die Esoterik und im spirituellen Leben" - ein Textbeitrag von , 2011. Abbildung: Gemälde "Faust spricht mit Erdgeist" von Margret Hofheinz-Döring, 1969 (Mit freundlicher Genehmigung der Galerie Brigitte Mauch)

Die weiteren Beiträge zu dieser Serie: Das Feuer | Das Wasser | Die Luft | Die Erde

Lesen Sie unsere Serie zu den zwölf Tierkreiszeichen: Fische (20. Februar bis 20. März)

Werden Sie Autor bei Pressenet und schreiben Sie Fachartikel. Info: Autor werden

Sponsoren und Investoren

Sponsoren und Investoren sind jederzeit herzlich willkommen!
Wenn Sie den Beitrag auf dieser Seite interessant fanden, freuen wir uns über eine kleine Spende. Empfehlen Sie uns bitte auch in Ihren Netzwerken (z. B. Twitter, Facebook oder Google+). Herzlichen Dank!

Nach oben Sitemap
Impressum & Kontakt