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Mári, eine junge Frau von der Erde in ferner Zukunft, kämpft, unterstützt von ihrer großen Liebe Sara, gegen die übermächtige Priesterschaft und fordert sogar die strafenden Götter heraus.
Lichtjahre von ihr entfernt, ringt Anatok auf dem Planeten Aa'nurk nicht nur mit seiner dunklen Vergangenheit. Er kämpft um fundamentale moralische Fragen im Umgang der Bewohner Aa'nurks mit anderen Zivilisationen – und letztlich um das Überleben der Menschheit.
"Horizont der Götter" bietet beste österreichische Science-Fantasy für romantische Weltverbesserer mit einem Faible für außerirdische Geschichtsphilosophie, Berge, flauschige Nager, das Weltall und Liebe zwischen Menschen.
Die Figur des Anatok hat kein Geschlecht (bzw. nur eines), weshalb im Text zwischen männlichen und weiblichen Formulierungen gewechselt wird. Der Autor wollte im Deutschen bewusst keinem Geschlecht den Vorzug geben.
Unsere Leseempfehlung: (Werbelink) "Horizont der Götter: Liebe, Rebellion und Götter in einer fernen Zukunft" wurde im Oktober 2024 als 316 Seiten starkes Taschenbuch veröffentlicht.
Gerd Schmidinger hat seinen Science-Fantasy-Roman, aufgeteilt in sechs Kapitel und dem Epilog, auch als E-Book herausgegeben.
Weitere Bücher von Gerd Schmidinger stellen wir nach der Leseprobe vor.
Aufgeregt schüttelte Anatok sein braun-schwarz gestreiftes Fell, fuhr sich mit der linken Vorderpfote über die weißen Schnurrhaare, legte schließlich seinen kräftigen Schwanz so an seinen Körper an, dass er aus den Augenwinkeln sehen konnte, wie sich die Spitze spielerisch einrollte, und blickte gespannt hinaus in die endlosen Weiten des Weltraums. Jedenfalls hatte er diesen Eindruck, auch wenn er wusste, dass er in Wahrheit auf die Projektion von Bildern schaute, die die Bordkameras machten und in regelmäßigen Abständen aktualisierten.
Die Rotation des Raumschiffs verunmöglichte einen direkten Blick auf den Weltraum; das Gefühl, in einem sich ewig drehenden Karussell durch den Raum zu eiern würde kein Aa'n lange aushalten. Die Statik der Bilder half hingegen enorm, die künstliche Schwerkraft als natürlich wahrzunehmen, auch wenn sie nur auf der Hauptebene des Schiffs eine konstante Stärke hatte.
Doch noch nicht einmal das stimmte. In den letzten Dekade'en seit seinem Aufwachen aus der Stasis hatte sich das Schiff langsam, aber stetig schneller gedreht, bis es schließlich vor wenigen Diminuten die passende Drehung erreicht hatte, um die Schwerkraft auf Aa'nurk zu simulieren.
Anatok fühlte sich gut. Schon zuhause auf Yueliang hatte sie sich meist in Räumen mit künstlicher Schwerkraft aufgehalten; ihre Herde lebte in einer unterirdischen Stadt, die ihr immer lebendig vorgekommen war, so kunstvoll drehten sich die verschiedenen Trägerelemente – ein Wunderwerk der Technik. Das war auch nötig, denn Yueliang war ein toter Planet. Er war zu klein, um eine Atmosphäre zu halten, und so wäre auch die verminderte Schwerkraft auf Dauer schlecht für die Körper der aa'nschen Siedler gewesen. Nun, nach der Stasis, hatte Anatok eine verminderte Schwerkraft die Rückkehr zum alten Wohlbefinden erleichtert. Jetzt war sie bereit für die Ankunft auf Aa'nurk, dem Heimatplaneten der Aa'n, den sie nun zum ersten Mal in ihrem Leben betreten würde. Sie versuchte ihn zu erkennen, aber er war wohl noch zu weit weg.
Obwohl Anatok um die Dimensionen des Universums wusste, erstaunte sie dieser Blick. Sie war nun fast dreißig Jahre unterwegs, morgen sollte sie auf Aa'nurk eintreffen, und die Sonne der Aa'n wirkte immer noch fern. Was sie dabei am stärksten beeindruckte, war, dass sie die Sternbilder, wie sie sie von Yueliang her kannte, mühelos erkennen konnte. Man hatte sie ja auch auf Aa'nurk benannt, aber die Sterne, die ihre Vorfahren veranlasst hatten, fantastische Formen am Himmel zu entdecken, waren größtenteils so weit weg, dass es offenbar kaum einen Unterschied machte, ob man sie von Aa'nurk oder vom 12,3 Lichtjahre entfernten Planeten Yueliang aus betrachtete.
Anatok erkannte Maligu, die Meerbraut, und Goz, den Liebesvogel, die Herde der Alten und – natürlich – das bekannteste aller Sternbilder, die Nuz. Fast schien es ihm, als könne er die Flügel des mystischen Insekts sehen, in allen Farben des Regenbogens sollten sie schimmern, die Flügel des schönsten Wesens am mythologischen Nachthimmel. Anatok wusste, dass all diese Figuren Erfindungen des aa'nschen Geistes waren, doch das hieß nicht, dass sie keine Bedeutung hatten. Wie die Ahnen ihre Welt gesehen hatten, konnte dazu beitragen, zu verstehen, warum die Aa'n heute so lebten, wie sie lebten, warum sie in Herden lebten, warum sie Beschlüsse gemeinsam trafen, warum es keinen Hunger mehr gab und so gut wie keine Gewalt.
Es war wichtig, das zu verstehen, und es war auch wichtig, zu verstehen, weshalb andere Spezies nicht so glücklich waren in ihrer Entwicklung. Nur so konnte man Strategien finden, wie ein glückliches Zusammenleben auch weiterhin möglich sein würde. Anatok war gespannt auf seine neue Herde. Es würde keine Herde im eigentlichen Sinne sein, keine Herde, die aus Liebe und Zuneigung geboren wurde, sondern eine Herde zum Zwecke des gemeinsamen Erkenntnisgewinns. Anatok war es nicht leicht gefallen, ihre alte Herde zu verlassen, schließlich war sie ein Kind derselben, entstanden aus der Liebe vieler. Doch sie hatte schon länger gemerkt, dass sie an manchen Überzeugungen und Zielen der Herde zweifelte, dass sie etwas anderes wollte. Und so hatte sie gemeinsam mit den Alten beschlossen, dass ein Studium auf Aa'nurk ihr nächster Lebensabschnitt sein sollte.
29 Jahre, 15 Dekade'en und sieben Tage war es her, dass sie in das Raumschiff gestiegen war. Sie rechnete. Zusammen mit den knapp 43 Jahren, die sie damals gezählt hatte, ergab sich das stattliche Alter von 72 Jahren. Fast schon erwachsen, dachte Anatok und schmunzelte. Sie fragte sich, wie es sich wohl angefühlt haben mochte, vor Jahrtausenden, als man noch kein Mittel gefunden hatte, um die Lebenszeit der Aa'n so lange auszudehnen, dass die meisten das achthundertste und viele gar das tausendste Jahr erreichten. Damals hatte die natürliche Lebenszeit der Aa'n bei rund dreißig Jahren gelegen. Eine Zeit, so lange, wie sie sie bedenkenlos geopfert hatte, um ein Studium auf Aa'nurk beginnen zu können.
Wie es wohl war, durch das Leben zu gehen, wenn man so wenig davon hatte? ... Ende der Leseprobe.
Die ganze Geschichte könnt ihr nur im Science-Fantasy-Roman "Horizont der Götter" lesen!
"Hiobsbotschaft" bildet die Auftaktstory für eine Reihe weiterer, teils phantastischer Kurzgeschichten. Ein Priester, der seinen Namen verliert. Eine Frau, die sich verwandelt. Ein Glaube, der keinen Halt mehr gibt. Und eine Welt, in der plötzlich alles anders zu sein scheint.
Der Kurzgeschichten-Band "Hiobsbotschaft" wurde Mitte 2024 als Taschenbuch (106 Seiten) sowie als E-Book veröffentlicht. Enthalten sind zehn phantastische Kurzgeschichten im Spannungsfeld zwischen Altem Testament, Apokalypse und Science Fiction.
Atalan ist – anders als seine Altersgenossen auf dem Planeten Zjorn – fasziniert von den uralten Ruinen am Horizont. Er reitet auf seinem mechanischen Begleiter Heidamur hinaus, um die Ruinen zu untersuchen. Dort macht er eine Entdeckung, die alles verändert.
Die rund 40 Seiten starke Science-Fiction-Story "Alte Steine" wurde im Sommer 2025 veröffentlicht, erhältlich als Taschenbuch und E-Book.
Alle Bücher von Gerd Schmidinger sind bei BoD (Books on Demand) erschienen und rasch über den Buchhandel lieferbar.
© Science-Fantasy aus Österreich: "Horizont der Götter". Für die Textauswahlen und die Abbildung des Buchcovers danken wir dem Autor Gerd Schmidinger sehr herzlich, 07/2026.
Unsere Bücher gibt es auch im Autorenwelt-Shop!
Taschenbücher von Eleonore Radtberger sowie von Ilona E. Schwartz
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