|
"Schattenstreife: Scherben, Uniform, Intrigen" ist die beeindruckende Neuauflage des Klassikers "Der Lebensweg eines Polizisten", den der Autor Ludwig Ziermeier jetzt im handlichen DIN-A5-Format veröffentlicht hat.
Der Autor berichtet autobiografisch von seinen Erlebnissen bei der Polizei und davon, warum er sich für diesen Beruf entschieden hat. Dabei gewährt er uns spannende Einblicke in den Polizeidienst.
Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen als kleiner, schmächtiger Junge lernt er früh, sich durchzukämpfen. Durch Judo und Jiu-Jitsu wandelt er seine Schwäche in Stärke um und steigt bis in die Weltklasse des Kampfsports auf.
Doch sein härtester Kampf wartet bei der Polizei: Getrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn, legt er sich sogar mit den eigenen Reihen an. Mit einem selbst entwickelten System löst er spektakuläre Mordfälle und blickt tief in die Abgründe der Kriminalität.
Auch dieses Ziermeier-Buch kann Leben verändern: Alle Einnahmen aus diesem Werk fließen direkt an die Kinderhospize München!
Unser Lesetipp: (Werbelink) "Schattenstreife: Scherben, Uniform, Intrigen. Der Lebensweg eines Polizisten zwischen Trauma und Tatort" wurde im März 2026 als 200-seitiges Taschenbuch via epubli veröffentlicht.
Beachten Sie auch den ersten Teil der Buchvorstellungen von Ludwig Ziermeier: Neben einer dramatischen Erzählung schrieb er einen humorvollen Kurzgeschichtenband sowie ein wissenschaftlich-philosophisches Sachbuch.
* Hinweis: Erläuterungen zu den Abkürzungen finden Sie am Ende der Leseproben
Als ich eines Tages mit mehreren Kollegen im Dienstzimmer saß, kam ein Kollege von einer anderen Dienststelle zu uns ins Zimmer. Dieser hatte anstelle seiner Dienstpistole noch einen genehmigten Revolver bei sich.
Diese Waffe war neu und er zeigte sie uns. Er entnahm sämtliche Patronen aus der Trommel und gab sie uns zum Ansehen. Nachdem wir sie uns angesehen hatten, gab ich ihm seine Waffe wieder zurück.
Er nahm nun nur eine einzige Patrone und steckte sie in die Trommelkammer. Dann drehte er plötzlich die Trommel, spannte den Hahn, setzte den Lauf an seinen Kopf und noch bevor wir einschreiten konnten, drückte er ab.
In diesem Moment machte es auch schon "Klick".
Als wir dies sahen, standen wir alle schockiert da. Ein Kollege schrie ihn an: "Spinnst du?" und ich dachte mir, der Kollege hat doch nicht alle Tassen im Schrank. Doch dieser Kollege sah nur unsere Gesichter an und fing plötzlich lautstark an, zu lachen.
Dann sagte er: "Ja, glaubt ihr, ich will mich erschießen? Ich bin doch nicht lebensmüde. Durch einen Trick weiß ich immer, in welcher Kammer sich die Patrone gerade befindet." Doch wie dieser Trick funktionierte, verriet er uns nicht.
20 Jahre lang zeigte er das "Russische Roulette" seinen Bekannten, Verwandten, Freunden und Kollegen. Bis ich dann erfuhr, dass er sich bei einer Vorführung erschossen hatte.
Offensichtlich war ihm hierbei ein verhängnisvoller Fehler unterlaufen. Das Geheimnis seines Tricks nahm er mit ins Grab. ...
Wer sich gern in Gefahr begibt, kommt darin um. Zitat von Jesus Sirach 3, 27 (jüdischer Weisheitslehrer, geb. 2. Jh. v. Chr.)
In eine Münchner Gaststätte kamen plötzlich zwei Männer herein. Einer war mit einer Maschinenpistole bewaffnet. In der Gaststätte raubten sie die Gäste aus. Als sie flüchteten, nahm ein Gast die Verfolgung auf. Als der Gast sie eingeholt hatte, drehte sich der Täter mit der Maschinenpistole um und schoss ihn nieder.
Unmittelbar nach der Tat war auch schon die Mordkommission bei uns auf der Dienststelle, um Suchungen nach dem Haupttäter (dem Mörder mit der Maschinenpistole) und seinem Komplizen zu machen. Was man damals aber nicht wusste, war, dass man die beiden bei einer TBV-Suchung* nie hätte finden können, da sie nicht in unserer ED-Datenbank** gespeichert waren.
Diese TBV-Suchung* nach den beiden Tätern wollte unser Chef selbst machen. Er beging dabei einen großen Fehler. Er fasste nämlich alle Zeugen zusammen und machte daraus nur eine, anstatt für jeden Zeugen eine einzelne TBV-Suchung* durchzuführen. Als ein Bild kam, das dem Komplizen des Haupttäters sehr ähnlich sah, berieten sich die Zeugen und einigten sich darauf, dass dies der Mittäter sei.
Die Mordkommission nahm nun diese Person fest, wobei dieser Mann immer wieder seine Unschuld beteuerte. Der Verdacht gegen diese Person erhärtete sich sogar, weil man Schmauchspuren von der Maschinenpistole an seinem Körper gefunden hatte. Doch diese waren irrtümlich. Er war rein zufällig in dem gleichen Polizeifahrzeug mitgenommen worden, in dem vorher die Maschinenpistole gelegen hatte.
Einen Tag später kam der Mittäter auf eine Polizeistation. Er wollte sich stellen, doch man bezeichnete ihn als Trittbrettfahrer, denn man glaubte, dass man schon den richtigen Mittäter gefasst hatte. Er wurde wieder nach Hause geschickt.
Bei weiteren Ermittlungen wurde dann festgestellt, dass diese Person, welche festgenommen worden war, doch nicht der Mittäter war. So holte man sich den richtigen Mittäter und nahm ihn fest. Doch dieser wollte bei seiner Vernehmung nicht den Namen des Mörders mit der Maschinenpistole nennen. Es kam somit zu einer weiteren TBV-Suchung* auf unserer Dienststelle.
Die Mordkommission kam mit einem Zeugen und es sollte mit ihm nach dem Mörder mit der Maschinenpistole gesucht werden. Für diese TBV-Suchung* war ich vorgesehen.
Der Zeuge war der Gastwirt der Gaststätte, in der der Raub stattgefunden hatte. Ich fragte ihn, ob er die beiden Täter kannte, und er sagte ja, da sie schon öfter in der Gaststätte waren, aber er kenne sie nicht mit dem Namen.
Nun bekam auch er bei dieser Suchung 1000 Bilder mit meiner Recherchemethode vorgelegt. Diese Suchung verlief negativ. Es war logisch, denn die beiden Täter waren nicht in unserer ED-Datenbank** gespeichert und auch ich wusste dies damals nicht.
Ich überlegte und stellte dem Gastwirt dann folgende Frage: "Kennen Sie jemanden, der diese Täter auch kennt?" Er bejahte. Als ich danach fragte, wer es wäre, wollte er es mir nicht sagen.
Daraufhin sagte ich: "Okay, dann gehen wir jetzt zur Mordkommission und werden dies mit denen besprechen, denn Sie machen sich strafbar."
Er bekam daraufhin Angst: "Nein, ich sage Ihnen, wer die beiden kennt, sogar mit Namen. Es ist der Gastwirt, der vor mir die Gaststätte hatte, aber von ihm kenne ich nur den Vornamen." Er gab mir den Vornamen dieses Gastwirts, der vorher die Gaststätte hatte.
Ich dachte mir in diesem Augenblick, dass dieser Gastwirt vielleicht bei uns gespeichert sein könnte. Ich setzte eine neue Recherche auf und gab bei dieser Suchung in den Computer nur den Vornamen ein. Es kamen ca. 350 Bilder. Beim Durchsehen dieser Bilder rief er plötzlich "Stopp" und zeigte mir das Bild dieses Gastwirts.
Ich ging zur Mordkommission, zeigte ihnen dieses Bild und teilte ihnen mit, dass diese Person sogar beide Täter mit Namen kennt.
Schon kurz darauf wurde der Mörder mit der Maschinenpistole festgenommen.
Der ehemalige Gastwirt kannte sie beide, weil sie Stammgäste in seiner Gaststätte gewesen waren. ...
* TBV-Suchung = Täterbildverfahren: Erkennungsdienstliche Software der Polizei
** ED-Datenbank = Erkennungsdienstliche Datenbank der Polizei
© Alle Texte und Abbildungen zu "Schattenstreife: Scherben, Uniform, Intrigen": Ludwig Ziermeier. Wir danken dem Autor sehr herzlich, dass wir das PR-Material für die Leseempfehlung seiner Bücher nutzen dürfen, 04/2026.
Unsere Bücher gibt es auch im Autorenwelt-Shop!
Taschenbücher von Eleonore Radtberger sowie von Ilona E. Schwartz
Archive:
Jahrgänge:
2024 |
2023 |
2022 |
2021 |
2020 |
2019 |
2018 |
2017 |
2016 |
2015 |
2014 |
2013 |
2012 |
2011 |
2010 |
2009
Themen:
Bedeutung der Krafttiere |
Magie der Bäume & Pflanzen |
Unsere Rezensionen |
Autoren gesucht |
Mythologie & Fantasy |
Bedeutung der Tarotkarten |
Ratgeber |
Kinder- & Jugendliteratur |
Sagen & Legenden |
Krimi & Thriller |
IT & Technik
Sie rezensieren Literatur oder schreiben Fachartikel? Für unser Literatur-Onlinemagazin suchen wir neue 👩 Autorinnen und 👨 Autoren!
Schreiben Sie für uns Rezensionen oder Essays! Oder stellen Sie bei uns Ihre anspruchsvollen Romane und Erzählungen vor!
👉 Werden Sie Autor / Autorin bei uns – melden Sie sich!
Wenn Sie die Informationen auf diesen Seiten interessant fanden, freuen wir uns über einen Förderbeitrag. Empfehlen Sie uns auch gerne in Ihren Netzwerken. Herzlichen Dank!
Sitemap Impressum Datenschutz RSS Feed