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Jeder Krieg ist ein Kampf zwischen Leben und Tod. Und der Tod ist ein einträgliches Geschäft. So auch im Dreißigjährigen Krieg, von dem der historische Roman des Autors Matthias Soeder handelt.
Der Dreißigjährige Krieg ist etwas, von dem jeder Schüler gehört hat. Diese schlimme Zeit wird in jedem Geschichtsunterricht behandelt. Die Eckdaten, die herausragenden Persönlichkeiten, die Dauer und die Gründe. Doch was wissen wir wirklich über jene grausame und unmenschliche Zeit? Ein Glaubenskrieg, so wissen wir, war der Anfang.
Doch wie in allen Kriegen geriet auch das zu einem bloßen Vorwand für territoriale Ansprüche und erbitterte Kämpfe um jeden Zoll Boden im Namen Gottes oder was sie eben darunter verstanden. In diesen Zeiten war der Glaube nicht besonders friedfertig. Man hielt es für gottgefällig, Andersgläubige zu massakrieren, nebenbei fette Beute zu machen und Land zu gewinnen. Ob sich daran etwas geändert hat bis heute, liegt im Auge des Betrachters. Wer am meisten litt, waren die Fußsoldaten und das gemeine Volk, die Bauern und Leibeigenen.
In seinem historischen Roman "Tinte und Schwert: Verwandlung" nimmt uns der Autor Matthias Soeder mit in jene unruhige und gefährliche Zeit. Er lässt uns Menschen treffen, die ihr Schicksal unter dem Schwert des Krieges erfüllen.
Eigentlich will der 17-jährige Bauernjunge Jacob Wolffen Priester werden. Begabt und des Lesens und Schreibens kundig ist er allerdings kein strammer Bursche, der tatkräftig auf den Feldern rackern kann. Er gilt als feige und schwächlich, wie sein Vater es immer wieder sagt.
Sein Mentor, der Pfarrer, hat ihn vieles gelehrt und meldet ihn sogar für die Aufnahmeprüfung an, wo es ein Stipendium für das Studium gibt. Jacob hat Erfolg, und das ist keineswegs einfach gewesen, denn sein Vater musste erst überredet werden. Und das war ein Scharmützel für sich. Doch es kommt alles anders. Denn seine Familie fällt einem Adligen mit seiner Schar zum Opfer, die sich den Protestanten anschließen wollen. Graf Heinrich von Hohenfels ist jung und von ausgesuchter Grausamkeit und Brutalität. Ein gewissenloser Opportunist, der nur Furcht vor seinem Vater hat, der ihm befahl, Karriere in der Armee zu machen. Denn das verheißt Beute und Gold.
Anstatt im Priesterseminar wird Jacob von Würzburg nach Böhmen verschleppt und findet sich als Sklave der Armee der Protestanten wieder, wo er Gräben ausheben muss. Zunächst ist in Jacob kein Überlebenswille mehr vorhanden, doch dann hat er eine göttliche Eingebung, die ihm Mut macht. Obwohl er Katholik ist, hat er nur einen Gedanken – den der Rache.
Und Schritt für Schritt entkommt er den Schützengräben und wird Schreiber, versteigt sich dazu, das Fechthandwerk zu lernen und geht unbeirrt einen fast unmöglichen Weg. Da zu dieser Zeit, wie könnte es anders sein, auch der Hexenwahn grassiert, kommt es zu Begegnungen, die Jacobs Weltbild formen.
Diese hervorragend inszenierte Geschichte zieht uns vom ersten Satz an in ihren Bann. Beschönigt wird nichts. Die Menschenverachtung des hohen Klerus, des Adels und das Wissen um die "einzig wahre" Religion badet das Land in Blut. Wahrscheinlich können wir uns das Elend dieser Zeit nicht wirklich vorstellen, doch Soeder gibt uns mehr als eine Ahnung davon. Nicht anders als heute ist der Krieg die Zeit der Opportunisten, die über Leichen gehen und sich nicht einmal die Füße abtreten danach. Fassungslos lesen wir von unsäglichen Brutalitäten, menschlichen Abgründen und übelsten Ränken aller Art. Und aus dieser Zeit weht so ein Gedanke zu uns herüber, dass wir es hätten besser machen sollen.
Unsere Leseempfehlung: (Werbelink) "Tinte und Schwert: Verwandlung" ist ein absolut lesenswerter Roman, der überaus informativ und voller Spannung ist. Und dabei tröstlich menschlich. Der 1. Band dieser historischen Romanserie erscheint am 10.02.2026 im Feuertanz-Verlag und umfasst rund 500 Seiten. Der historische Roman von Matthias Soeder ist auch als E-Book erschienen.
Weitere Romane des Autors haben wir in unserem Literaturportal vorgestellt: Der Thriller "Herzschlag der Gewalt" (2017 erschienen) sowie der Thriller-Zweiteiler "Herzschlag des Bösen" (2021/2022)
Alle Bücher des Autors findet ihr auf seiner Autoren-Seite bei Amazon oder seiner Website www.matthias-soeder.de.
© Die Rezension zu "Tinte und Schwert: Verwandlung", ein historischer Roman von Matthias Soeder, wurde verfasst von Izabel Comati und Winfried Brumma (Pressenet), 01/2026.
Unsere Bücher gibt es auch im Autorenwelt-Shop!
Taschenbücher von Eleonore Radtberger sowie von Ilona E. Schwartz
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