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Das sechste Buch des Autors Volker Lasser mit dem Titel "Dreimal knapp daneben" ist im August 2026 erschienen. Eine Liste seiner bisher veröffentlichten Bücher finden Sie am Ende dieses Beitrags.
In "Dreimal knapp daneben" steht der Hauptkommissar Carl Jepsen im Mittelpunkt, ein äußerst erfolgreicher Ermittler mit einer hohen Aufklärungsquote bei schweren Straftaten. Die drei Geschichten in diesem Kriminalband geben nicht nur detaillierte Einblicke in die Arbeit der Polizei, sondern versetzen uns auch in die Denkweise der Täter.
Im ersten Fall profitiert Jepsen von den entscheidenden Hinweisen eines Informanten. Jepsen arbeitet oft eigenständig und setzt dabei auf unkonventionelle Methoden. So nimmt er sich beispielsweise Auszeiten, die er an einem geheimen Ort verbringt. Diese Methode führt zwar zu schnellen Ermittlungserfolgen, sorgt jedoch auch für Konflikte mit seinen Kollegen, die sich dadurch ausgeschlossen und frustriert fühlen.
Im zweiten Fall hat Jepsen es mit einer großen kriminellen Organisation zu tun, die vor Mord nicht zurückschreckt. Zwei ihrer Mitglieder kann er der Taten überführen. Doch wer sind die Hintermänner? Muss er sie laufen lassen?
Im dritten Fall wird ein Entführungsfall beschrieben. Der Täter erweist sich als krimineller Perfektionist. Kann Jepsen diesen Mann trotz des Einsatzes aller verfügbaren Mittel überführen?
Unsere Leseempfehlung: (Werbelink) "Dreimal knapp daneben. Kommissar Jepsens verrückteste Fälle" umfasst mehr als 300 Leseseiten. Volker Lasser hat seinen Kriminalband via tolino media nur als E-Book veröffentlicht.
Als Klattau aufwacht, findet er sich halb sitzend halb liegend auf einem Stuhl. Es ist kein normaler Stuhl, sondern eher so einer wie beim Zahnarzt. Er sieht, dass er bis auf die Unterhose nackt ist und an Händen und Füßen fest angeschnallt. Er hat nur wenig Bewegungsfreiheit. Er zerrt an seinen Fesseln, aber ohne Erfolg. Der Raum ist fensterlos. Er sieht ein wenig aus wie die Räume, in denen Kriminalkommissare ihre Verdächtigen befragen. Von oben hängt eine Lampe von der Decke, die helles Licht gibt. Auf der Breitseite des Raums befindet sich ein Spiegel an der Wand, durch den man offenbar von außen in den Raum sehen kann. Er dreht den Kopf und sieht aus den Augenwinkeln ein paar Apparate im Raum, deren Zweck sich ihm nicht offenbart. Sein Kopf schmerzt von dem Schlag. In der Wunde am Kopf, die er wohl hat, pulsiert das Blut. Der Raum ist gut temperiert; das ist nicht unangenehm, weil er ja fast nichts anhat.
Dann ruft er: "Hallo, ist das wer?"
Nach einer gefühlten Minute geht die Tür auf und Henry tritt ein. Er hat eine rote Textilmaske mit Öffnungen an den Augen und dem Mund, um nicht erkannt zu werden.
"Na, sind wir endlich wach geworden?", fragt er.
"Was fällt Ihnen ein? Nehmen Sie mir sofort die Fesseln ab und geben mir meine Kleider zurück! Das ist ja unverschämt! Das werden Sie noch bereuen. Das ist Freiheitsberaubung, in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung und Entführung. Darauf steht Gefängnis. Was wollen Sie? Geld?"
"Bevor Sie sich weiter empören", sagt der Maskierte mit ruhiger Stimme, "möchte ich Ihnen erklären, was das hier soll. Unterbrechen Sie mich nicht, sonst bekommen Sie ein paar aufs Maul. Haben Sie das verstanden?"
Klattau glaubt dem Mann das aufs Wort. Er nickt.
"Zunächst einmal: Es tut mir leid, dass wir Sie niederschlagen mussten, aber es ging nicht anders. Die kleine Wunde am Kopf haben wir bereits fachgerecht versorgt. Tut es noch weh?"
"Was glauben Sie denn?"
"Also. Warum wir Sie entführt haben. Ich habe einen Auftraggeber. Der will ein Geständnis von Ihnen. Da ich weiß, dass Sie dieses Geständnis nicht freiwillig ablegen werden, werde ich Sie dazu zwingen. Ich weise darauf hin, dass bis jetzt noch jeder, den ich befragt habe, mir die Informationen gegeben hat, die ich haben wollte, und zwar wahrheitsgemäß und vollständig. Sie dürfen mir das glauben. Ich habe nichts gegen Sie persönlich. Ich führe nur einen Auftrag aus."
Klattau schweigt.
"Das Verfahren ist wie folgt. Ich werde Sie jetzt zweifach verkabeln. Einmal mit einem Elektrogerät, zum zweiten mit einem Lügendetektor. Der ist das Neueste, was es in den USA gibt, und sehr zuverlässig. CIA und die Mafia benutzen ihn mit großem Erfolg. Die beiden Geräte werden miteinander gekoppelt und zwar so, dass jedes Mal, wenn der Lügendetektor eine Lüge erkennt, ein elektrischer Strom durch Ihren Körper geleitet wird. Der ist garantiert unangenehm. Sie haben es also selbst in der Hand, wie Sie die elektrischen Ströme vermeiden können, indem Sie die Wahrheit sagen.
Wenn Sie den Helden spielen wollen und es schaffen sollten, was ich nicht glaube, die Stromstöße auszuhalten – ich habe da schon Steigerungsmöglichkeiten in Volt und Ampere – dann wechseln wir zu Plan B. Das ist die berühmte Wahrheitsdroge, die ich Ihnen spritzen werde. Sehen Sie her!"
Der Maskierte zeigt ihm ein silbernes Tablett, auf dem eine Injektionsspritze und eine gelbe Ampulle liegen.
"Ich bin von einem Fachmann eingewiesen worden, wie man das macht. Die Dosis ist abhängig vom Gewicht. Was wiegen Sie? Ich schätze einmal, hundertzwanzig Kilo. Das sind dann – Moment, ich sehe mal auf die Tabelle – fünf Kubikzentimeter intravenös. Ich mache das ungern, weil dadurch bei den meisten Menschen das Gehirn geschädigt wird. Das täte mir leid, aber wenn Sie es nicht anders wollen, dann soll es so sein. Es ist ja nicht mein Gehirn.
Haben Sie das verstanden?"
Klattau ist kein Held, er hat Angst vor Schmerzen und selbstverständlich noch mehr Angst vor der Wahrheitsdroge. Er ahnt, ja er weiß bereits, dass er die offensichtlich professionelle Befragung nur kooperativ überstehen wird.
Klattau nickt.
"Haben Sie sonst noch Fragen, bevor es losgeht?"
"Sie wissen ja, dass ein Geständnis unter Folter vor Gericht keinen Wert hat. Ich weiß das, weil ich Jurist und Richter bin. Also können Sie sich die Erpressung eines Geständnisses gleich sparen."
"Ich habe den Auftrag, Sie zu befragen. Wenn wir mit der Befragung fertig sind, dürfen Sie alles, was Sie gestanden haben, mit ihren eigenen Worten handschriftlich niederschreiben. So ein Geständnis hat durchaus Wert vor Gericht. Es gibt da, wie Sie sicher als Richter wissen, Präzedenzfälle. Im Übrigen interessiert mich nicht, was mein Auftraggeber mit Ihrem Geständnis anfangen will und ob er damit Erfolg hat. Das ist seine Sache. Vielleicht ist es gar nicht nötig, Ihr Geständnis vor Gericht zu verwenden, weil sich Ihre Schuld auch aus den Informationen ergibt, die Sie mir gleich mitteilen werden und die man nachprüfen kann."
Weitere Bücher von Volker Lasser stellen wir hier vor
– "König Mahabazis missglückte Eroberung" (ein historischer Roman)
– "Abseits der Vorschriften" (witzige Geschichten aus einer Behörde)
– "Lieber liegen lassen" und "Die Rache des Schülers Andreas" (zwei Bände mit Erzählungen)
– "Universitätsmathematik ist ganz anders" (mit Tipps zur Prüfungsvorbereitung) ist ein Sachbuch, das für Schüler der Oberstufe und Mathematik-Studenten interessant sein dürfte
"Wer sind Sie und wer ist Ihr Auftraggeber?"
"Dazu darf ich keine Auskunft geben."
"Ich brauche dringend meine Medikamente."
"Je schneller Sie gestehen, umso schneller kommen Sie nach Hause zu Ihren Medikamenten. Jetzt haben wir aber genug geplaudert. Jetzt wird gearbeitet."
Henry legte die Elektroden der beiden Geräte an unterschiedlichen Stellen von Klattaus fast unbekleidetem Körper an.
"Sagen Sie, sind Sie wirklich der Präsident des Oberlandesgerichts Frankfurt?"
"Nein, ich bin nur der Vizepräsident."
"Aber Sie heißen doch Heinrich Klattau?"
"Ja." ... Ende der Leseprobe.
Wie die Geschichte weitergeht, erfahrt ihr nur im Buch von Volker Lasser!
© Die Buchvorstellung von "Dreimal knapp daneben" wurde präsentiert von Izabel Comati und Winfried Brumma (Pressenet), 08/2026. Wir danken dem Autor Volker Lasser sehr herzlich für das Belegexemplar, ebenso dem Illustrator Arne Vierlinger, der das Buchcover entwarf.
Unsere Bücher gibt es auch im Autorenwelt-Shop!
Taschenbücher von Eleonore Radtberger sowie von Ilona E. Schwartz
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