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Der im oberbayerischen Ampfing beheimatete Autor Dipl.-Math. Volker Lasser schreibt seit 25 Jahren Romane, Erzählungen und Sachbücher; bisher sind es zwanzig Werke. Die Themen sind vielfältig: mathematische Ratgeber, Märchenforschung, sprachwissenschaftliche und religiöse Hypothesen, die Tücken des Verwaltungshandelns im öffentlichen Dienst, Gesetzeslücken, sowie Krimis mit ungewöhnlichen Helden.
Bisher sind nur wenige seiner Bücher im Buchhandel erschienen. Die meisten hat Lasser als Privatdrucke für einen kleinen Kreis drucken lassen. Ab 2026 wird er eine Auswahl seiner Werke über tolino media veröffentlichen. In regelmäßigen Abständen werden wir euch diese Bücher hier vorstellen.
Dies ist die Geschichte von einem ganz bösen Schülerstreich, der absolut nicht zur Nachahmung empfohlen wird.
Andreas ist verliebt in seine Mitschülerin Carlotta, der er einen Liebesbrief übergeben will. Dieses Papier gerät unbeabsichtigt in die Hände des Lehrers Petzel. Der macht sich einen Spaß daraus, den Brief zur allgemeinen Belustigung der Klasse laut vorzulesen. Die Situation ist für die beiden Schüler wahnsinnig peinlich und beschämend.
Andreas und Carlotta beschließen, sich dafür an Petzel zu rächen. Er soll einen Denkzettel bekommen, der ihm richtig wehtut und den er nie vergessen wird. Andreas hat eine Idee, was man machen könnte.
Unsere Leseempfehlung: (Werbelink) "Die Rache des Schülers Andreas" umfasst rund 185 Seiten und wurde im Mai 2026 via tolino media nur als E-Book veröffentlicht.
Hinweise auf weitere Bücher findet ihr nach der Leseprobe!
Andreas Plichter war verliebt. Seine Angebetete hieß Carlotta. Sie war eine Mitschülerin in seiner Klasse. Das Mädchen wusste vermutlich noch nichts von ihrem heimlichen Verehrer. Andreas hatte sich noch nicht getraut, irgendwelche Annäherungsversuche zu unternehmen oder ihr gar seine Liebe zu gestehen. Jungen im Alter von fünfzehn Jahren sind noch etwas ungeschickt im Flirten.
Vielleicht ahnte das Mädchen trotzdem etwas. Frauen haben für sowas bekanntlich einen sechsten Sinn. Blickkontakte und Körpersprache können viel verraten. Sie fand Andreas auch sympathisch. Wenn sie seine Verliebtheit bemerkt haben sollte, würde sie in aller Ruhe abwarten, ob und wie sich die Sache entwickelt. Andreas musste gegebenenfalls den ersten Schritt tun. Schließlich ist er der Mann.
Andreas war sonst eigentlich nicht schüchtern, auch nicht gegenüber Mädchen. Aber in dem Fall hatte er Hemmungen. Sie war in seinen Augen etwas ganz Besonderes. Er wollte die Sache nicht durch ein falsches Wort oder eine nicht durchdachte Handlung verderben. Er überlegte, wie er Carlottas Interesse und Sympathie gewinnen könnte.
Nach langem Nachdenken lautete sein Favorit, ihr einen Liebesbrief zu schreiben. Zu Hause überlegte er, wie er ihn formulieren sollte. Er feilte lange an dem Text herum, bis er ihm einigermaßen passend erschien und ihn dann handschriftlich zu Papier brachte.
Die Frage war jetzt, wann, wo und wie er ihr den Brief übergeben sollte. Es ging eigentlich nur in der Schule, denn er wusste nicht, wo sie wohnte. Andreas hielt den Brief in seiner Schultasche parat für den Fall, dass sich eine günstige Gelegenheit ergab. Zum Beispiel könnte er ihn Carlotta einfach so wortlos in die Hand drücken, wenn gerade niemand hersah. Oder er steckte ihn unbemerkt in ihre Schultasche. Zu Hause wird sie ihn dann finden und lesen. Hoffentlich gefällt ihr das Schreiben. Das war der Plan. Bis jetzt, das heißt, in der letzten Woche, hatte sich noch keine passende Gelegenheit ergeben. Andreas überlegte schon, ob das mit dem Brief nicht eine Schnapsidee war, die er am besten wieder aufgeben sollte.
Dann passierte ihm das Missgeschick.
Der Deutschlehrer von Andreas hieß Rolf Petzel. Er war etwa 1,70 Meter groß, schlank und immer adrett gekleidet, sozusagen wie aus dem Ei gepellt. Seine Frisur mit einer leichten Dauerwelle saß perfekt - er ging wohl mindestens einmal pro Woche zum Friseur. Sein Gesicht strahlte zu jeder Jahreszeit eine gleichmäßige Sonnenbräune aus. Er wollte wohl den Eindruck erwecken, dass er seine Freizeit in der Natur, vorwiegend beim Golfen, Bergsteigen und Skifahren oder an sonnigen Stränden verbrachte. Aber bei genauerem Hinsehen erkannte man, dass er seinen Teint dem regelmäßigen Besuch eines Sonnenstudios verdankte. Kurz gesagt, er war eitel. Er hielt sich beim weiblichen Geschlecht für unwiderstehlich, auch wenn die von ihm umworbenen Frauen das oft anders sahen. Das hatte wohl auch damit zu tun, dass er nicht verheiratet war.
Der Lehrer hatte die Schüler aufgefordert, das Lesebuch herauszuholen und auf Seite dreißig aufzuschlagen. Andreas griff in seine Schultasche, die links neben seiner Bank auf dem Fußboden stand. Er fasste das gewünschte Buch an seinem oberen Ende an und zog es mit Schwung heraus. Es war wohl ein wenig zu viel Schwung gewesen, denn mit dem Buch flog unbeabsichtigt auch der besagte Liebesbrief heraus. Das Papier segelte ein Stück durch die Luft und fiel dummerweise dem Lehrer direkt vor die Füße.
Andreas stand rasch von seinem Stuhl auf und wollte den Brief wieder an sich nehmen. Doch Herr Petzel war schneller. Er bückte sich und hob ihn auf.
Herr Petzel liebte solche Auftritte und zelebrierte sie geradezu. Er war, was den Unterricht anging, ein fähiger Lehrer, der einem viel beibringen konnte. Aber charakterlich zählte er zu den Menschen, welche gerne andere, vorzugsweise Schüler, mit Lust quälen, verspotten und demütigen, vor allem, wenn sie ihm ausgeliefert sind. Bei der Herausgabe von schriftlichen Arbeiten kommentierte er jede noch so geringe Fehlleistung ausgiebig, gnadenlos und öffentlich vor der ganzen Klasse. Nach einem Elternsprechtag pflegte er gerne Dinge, welche die Eltern dem Lehrer im Vertrauen mitgeteilt hatten, offen in der Klasse breitzutreten und sich darüber lustig zu machen.
Andreas konnte sich denken, was jetzt geschehen würde. ...
Wie die Geschichte weitergeht, erfahrt ihr nur im Buch von Volker Lasser!
Haben Sie schon einmal eine Million Euro verloren und anschließend Blut und Wasser geschwitzt, weil Sie das Geld nicht wiedergefunden haben? Oder waren Sie schon einmal ein ehrlicher Finder und wollten sich nicht mit dem üblichen Finderlohn zufriedengeben?
Mit dieser kuriosen Geschichte beginnt das spannend-mysteriöse Buch des Autors Volker Lasser. "Lieber liegen lassen" enthält jedoch noch zwei weitere originelle Erzählungen, in denen verschiedene Handlungsstränge ausgearbeitet werden. Der 2. Teil des Buches dreht sich um die Entdeckung eines mittelalterlichen Schatzes, Teil III um die Auffindung eines Testaments.
Lassers Geschichten lassen die Leser nicht nur schmunzeln, sondern halten sie in Atem, denn sie wollen unbedingt wissen, wie die Sache ausgeht. Neben den fesselnden Handlungen vermittelt das Buch auch juristische und taktische Elemente im Umgang mit wertvollem Eigentum, bei Vertragsverhandlungen und der Wahrung von Diskretion.
"Lieber liegen lassen" ist ein sehr treffender Titel für diese Odyssee monetärer Natur. Das Buch ist ein vergnüglicher, verworrener Reigen um juristische Spitzfindigkeiten und menschliches Verhalten.
Die drei Erzählungen in "Lieber liegen lassen" lassen sich mehreren Genres zuordnen. Elemente wie Krimi, Thriller und Mystery sind ebenso vertreten wie historisches Abenteuer. Zudem hat Lasser rechtliche und gesellschaftliche Themen integriert. Selbstverständlich übernimmt der Autor keine Verantwortung für die damit verbundene Rechtsauffassung der Helden dieses Buches. Dies tut der Originalität der Erzählungen und ihrer logischen Perfektion jedoch keinen Abbruch!
Unsere Leseempfehlung: (Werbelink) "Lieber liegen lassen" enthält auf rund 230 Seiten drei besonders lesenswerte Erzählungen, die man an drei Abenden verschlingen kann. Volker Lasser hat sein Buch im Februar 2026 via tolino media nur als E-Book veröffentlicht.
Hinweis: Ein weiteres Buch von Volker Lasser trägt den Titel "Abseits der Vorschriften" und enthält witzige Geschichten aus einer Behörde. Wir haben für euch auch eine Buchvorstellung mit Leseprobe bereitgestellt!
© Die Buchvorstellungen zu den Erzählungen und Sachbüchern wurden präsentiert von Izabel Comati und Winfried Brumma (Pressenet), 02-05/2026. Wir danken dem Autor Volker Lasser sehr herzlich für die Belegexemplare, ebenso dem Illustrator Arne Vierlinger, der die Buchcover entwarf.
Unsere Bücher gibt es auch im Autorenwelt-Shop!
Taschenbücher von Eleonore Radtberger sowie von Ilona E. Schwartz
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